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Solingen
Produktdesigner mit über 60 Preisen

Solingen. Kurz Kurz Design ist in neue Räume an der Dunkelnberger Straße in Ohligs umgezogen. Firma besteht seit 25 Jahren. Von Uwe Vetter

Dorian Kurz ist zufrieden. "Die Räume sind perfekt, ich bin wunschlos glücklich", sagt der Designer mit Blick auf das neue Domizil, das sein Unternehmen seit März an der Dunkelnberger Straße in Ohligs angemietet hat. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Ebbinghaus hat Kurz Kurz Design nun seinen Sitz. "Wir sind hier aber sehr flexibel und können bei Bedarf weitere Räume anmieten - für Workshops beispielsweise", sagt Kurz. Diese Örtlichkeiten brauche er nicht oft, "aber ich habe nun die Möglichkeit, das ist ideal", erklärt der Designer.

Wo einst in Ohligs eine zum Teil wenig ansehnliche Lackiererei ihren Standort hatte, ist mittlerweile ein schmucker, architektonisch sehr anspruchsvoller Firmenkomplex entstanden. Marco Ebbinghaus hat in Ohligs die Bereiche Forschung, Entwicklung und Weiterbildung des Oberflächenunternehmens - produziert wird in der Pfalz und in Österreich - angesiedelt, er verfolgt zudem ein Co-Working-Konzept.

Selbstständige, Start-ups, Kreative und andere holt er in seine Objekte, indem er Räume vermietet - auch für Seminare, Konferenzen, Präsentationen, Schulungen oder einfach nur zum täglichen Arbeiten. "Durch den Umzug vom Engelsberg zur Dunkelnberger Straße haben wir unsere Möglichkeiten enorm erweitern können", sagt Dorian Kurz. Beim Umzug wurde aber auch auf ganz praktische Dinge geachtet. So liegt der neue Standort weiter nahe am Hauptbahnhof. "Von den sechs Mitarbeitern kommt nur einer mit dem Auto. Die anderen nutzen den ÖPNV", sagt der 54-jährige Designer.

Sein Unternehmen hat schon etliche Design-Preise gewonnen. Über 60 sind es mittlerweile in der nun 25-jährigen Firmengeschichte. Denn Kurz Kurz Design wurde im Mai 1992 gegründet - und startet mit den neu angemieteten Räumen noch einmal richtig durch: "Da wir bei unseren Entwicklungen stets Modelle anfertigen, brauchen wir eine Werkstatt. Unseren Kunden bieten wir ab jetzt darüber hinaus auch inhouse 3D-Druck", sagt Dorian Kurz.

Er und sein Team arbeiten viel für Solinger Unternehmen und entwickeln neue Produkte. Für Zassenhaus (Küchenprofi) wurde beispielsweise jüngst eine Kaffeemaschine konzipiert, die auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente präsentiert wurde. Für Küchenprofi selbst gestaltete Kurz Kurz Design einmal eine Salatschleuder. Haushaltsscheren für Zwilling, Produkte für Carl Mertens oder unter anderem Amefa - "uns verbindet mit vielen Solinger Firmen eine kontinuierliche Zusammenarbeit", freut sich der 54-Jährige.

Wobei nicht nur Schneidwaren ein wichtiges Standbein sind, sondern nach wie vor auch der Sanitärbereich. "Wir machen alles, was im und am Haus ist", sagt der Solinger, der aber auch schon einen Schulranzen gestaltet hat. Ohnehin reizt es ihn, sich mit Dingen zu beschäftigen, mit denen er selbst in Berührung kommt.

Das gelingt ihm immer wieder bestens. Denn Kurz Kurz Design wurde jetzt für den German Design Award 2018 nominiert - für ein Bad für ein amerikanisches Unternehmen. "Es geht bei unserer Arbeit immer um Themen, nicht nur um einzelne Produkte", sagt Dorian Kurz.

Quelle: RP
 
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