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Solingen
Ramona Lauer mit grünem Daumen

Solingen. Eine Vielzahl von Ausstellern zeigt bei GartenLeben auf Schloss Grünewald noch bis einschließlich morgen Produkte rund um Gartendekoration, Pflanzen und Gartenmöbel. Auch dabei: Exoten, technische Neuerungen und sehr alte Bäume. Von Maxine Herder

Der Stand von "Südflora" auf dem Gartenmarkt "GartenLeben" im Landschaftspark von Schloss Grünewald erinnert an einen exotischen Dschungel: Dicht an dicht reihen sich Bananen- und Feigenbäume, Wollmispel und Baumtomate. Besonderer Hingucker: Die Brasilianische Guave mit ihren zarten Blüten und den pinselartigen, knallroten Staubblättern. "Sie setzt auch essbare Früchte an", weiß Ramona Lauer von "Südflora". Diese können gegessen werden wie eine Kiwi und eignen sich hervorragend für Kompott.

"Die Brasilianische Guave, oder auch Feijoa, ist schon etwas Besonderes", sagt Lauer, "ich wüsste keinen Laden, wo ich sie sonst schon einmal gesehen hätte." Zum zweiten Mal, erzählt die junge Frau, seien sie mit ihrem auf mediterrane Frucht- und Zierpflanzen spezialisierten Unternehmen bei GartenLeben. "Viele Besucher kennen die Früchte unserer Pflanzen aus dem Obstladen und freuen sich, einmal die passende Pflanze dazu zu sehen", weiß die Solingerin. Die meisten Kunden interessierten sich für Anregungen für ihren Garten. "Eine der häufigsten Fragen an unserem Stand ist aber natürlich die nach der Winterhärte der Pflanzen", schmunzelt Lauer.

Nur wenige Meter weiter präsentiert das Künstlerduo "Sting" von Michael Sting und Ludger Thuilot ihre botanischen Skulpturen. "Wir nennen sie Mikrokosmen", erzählt Michael Sting, "die Verbindung einer Pflanze mit einem Lavastein auf einem Metallstab." Die Pflanzen: Ausschließlich echte Bonsais, deshalb blieben Rotahorn, Goldlerche oder Ulme so klein – auch wenn sie zum Teil schon Jahrzehnte alt sind. "Die jüngeren der Bäume sind zwischen sechs und sieben Jahren alt, der älteste ist eine 65 Jahre alte Azalee." Die Pflanzen zögen sowohl Nährstoffe aus dem Stein, als auch Wasser. "Denn der Lavastein kann bis zu zehn Liter Flüssigkeit speichern." Und Wasser, so Sting, sei das "A und O" für den Bonsai.

Entstanden sei die Idee aus einer hobbymäßigen Leidenschaft für diese ganz besonderen Miniatur-Bäume aus Japan. "Die Pflanze zu pflegen, sich damit zu beschäftigen, macht einfach Spaß. Sie ist einfach ein Stück Leben und ein Stück Natur."

Ein Stück Natur, dass bei den Käufern der Mikrokosmen überwiegend für den Garten und manchmal für den Wintergarten bestimmt ist. Unweit des alten Schlosses haben die kleinen Rasenroboter von Manfred vom Schemm indes schon ein gewaltiges Stückchen Wiese gemäht – selbstständig, ohne menschliches Zutun. "Das ist die Zukunft des Rasenmähens", ist vom Schemm überzeugt. Schließlich, das weiß der Inhaber von vom Schemm Gartentechnik, sei Rasenmähen eine blöde Arbeit, "und so bleibt den Menschen viel mehr Zeit, sich um ihre Pflanzen und Beete zu kümmern."

Der kleine Vollautomat macht, bei entsprechender Programmierung, alles alleine: Fährt aus seiner Garage, prüft die Rasenlänge, mäht. Neueste Entwicklung: "Es ist jetzt sogar möglich, den Rasenmäher über die Bluetooth-Funktion des Handys fernzusteuern", freut sich vom Schemm.

Quelle: RP
 
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