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Solingen
Rauschendes Fest in den Güterhallen

Solingen: Rauschendes Fest in den Güterhallen
Die Füße in Öl baden und dann in den Beton setzen - Franz Haug, Vera Rottes und Hartmut Hoferichter (v.l.) wurden im Südpark "verewigt". FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Nach diesem Wochenende hat Solingen eine eigene "Hall of Fame". Sie befindet sich in der Mitte der Güterhallen im Kopfsteinpflaster. Von Sandra Grünwald

Hier durften sich direkt bei der feierlichen Eröffnung des Güterhallenfestes am Samstagnachmittag vier Personen verewigen, die sich besonders um die Verwirklichung der Güterhallen als Künstlerdomizil verdient gemacht haben.

Als Ehrengäste waren der frühere Oberbürgermeister Franz Haug, der Leiter des Kulturmanagements, Hans Knopper, sowie Stadtdirektor Hartmut Hoferichter und Vera Rottes, ehemalige Mitarbeiterin des Planungsamtes, eingeladen, die allerdings nicht wussten, was auf sie zukommt. "Wir fangen an mit einer Überraschung", erklärte dann auch Régis Noel, Vorsitzender des Güterhallenvereins.

Die vier Gäste mussten ihre Schuhe ausziehen und die Füße in Öl baden. Der Countdown wurde gezählt. "Zehn, neun, acht ... " und dann hieß es für Haug, Knopper, Hoferichter und Rottes hinein mit dem nackten Fuß in den Beton. Die Gaudi war groß. Die vielen Zuschauer, die sich bei bestem Sommerwetter eingefunden hatten, um gemeinsam mit den Künstlern den zehnten Geburtstag der Güterhallen zu feiern, waren begeistert. "Die Güterhallen sind ein Höhepunkt von Kunst und Kultur in Solingen", betonte auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach in seiner Ansprache, in der er vor allem "all jenen von ganzem Herzen Respekt zollen möchte, die vor zehn Jahren eine solche Vision ermöglichten."

Einen eindrücklichen Rückblick bot auch der Zeittunnel auf der Wiese. Die ausgestellten Fotos luden zu einer Reise durch die Zeit ein - vom maroden Bahnhof über die Bauphase bis hin zu den Festen und Aktivitäten heute. Die Reise beginnt mit einem Foto, auf dem der Schriftzug "Regionale 2006" über der Bahnhofsuhr zu lesen ist, die symbolträchtig auf 12 Uhr steht. Musik, Live-Mal-Performances und jede Menge Kunst konnten die Besucher erleben.

So lud im Atelier "Gleis 3" der Künstler Tom Brenger dazu ein, 96 aus 178 natürlichen Farben, die er im Laufe von fünf Jahren aus Gestein entlang der Wupper gewonnen hat, zu bewundern. "Ich wollte die Landschaft darstellen, aber mit mehr Substanz", verrät Brenger. Mit einer solchen Farbvielfalt hatte er gar nicht gerechnet, gibt er zu.

Zum ersten Mal dabei war die Ateliergemeinschaft von Thomas Willis, Karen Ulrich und Jeannie Willis. Der Maler Thomas Willis zeigte seine eindrücklichen Tierporträts. "Ich mache Kommunikationsdesign im Sinne von Kundenbetreuung", erklärt Karen Ulrich. Logos entwerfen gehört auch dazu. Jeannie Willis führte einen kurzen Film vor. In den Güterhallen fühlen sich die drei "Neuen" sehr wohl. "Das ist schon wie eine neue Familie", betont Jeannie.

Viel zu sehen, zu hören, zu erleben gab es beim Güterhallenfest, das zu einer wahrhaft rauschenden Geburtstagsparty wurde.

Quelle: RP
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