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Solingen
"Rettet das Ittertal" fordert Transparenz

Solingen: "Rettet das Ittertal" fordert Transparenz
Bevor neue Flächen aktiviert werden, sollten möglichst Brachen genutzt werden, fordert die Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal". FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Das Gesamtgutachten lässt weiter auf sich warten. Die Zusammenfassung bestehender Einzelgutachten und Untersuchungen zur Nachhaltigkeit und Ökologie von Gewerbegebieten im Ittertal ist zwar bereits im Dezember 2013 in Auftrag gegeben worden. Von Uwe Vetter

Doch liegt der Stadtverwaltung zurzeit lediglich ein Entwurf vor, der allerdings noch intern abgestimmt und zu ökologischen und sozialen Aspekten eine Ergänzung erfahren solle, heißt es. Anfang des nächsten Jahres, so der derzeitige Fahrplan, soll das Gesamtgutachten präsentiert und beraten werden.

Die Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal" sieht in diesem Vorgehen der Verwaltung eine "folgenschwere Verzögerung", um die geplanten Gewerbegebiete im Ittertal auf lange Sicht im Regionalplan zu belassen. Und für die Initiative hat das Vorgehen der Verwaltung auch "ein Geschmäckle", wenn sie wesentliche Teile des Gutachtens selber erstellt. "Brachte das Gutachten nicht die gewünschten Ergebnisse, und muss daher die Verwaltung den Text noch bearbeiten?", fragt sich die Bürgerinitiative. "Oder verzögert die Verwaltung die Veröffentlichung, um unter Termindruck eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit Öffentlichkeitsbeteiligung zu vermeiden?"

"Rettet das Ittertal" fordert daher die umgehende Veröffentlichung des Originalgutachtens und der Ergänzungstexte der Verwaltung. "Transparenz in Ergebnissen und im Prozess dient der Entscheidungsfindung und nimmt den Bürger mit", erklärt die Bürgerinitiative. Sie hatte bereits im Oberbürgermeister-Wahlkampf mit Blick auf das Gesamtgutachten, das alle Aspekte einer Gewerbeflächenansiedlung berücksichtigen soll, der Verwaltung eine "Verschleppungstaktik" vorgeworfen. "Als Oberbürgermeister würde ich erwarten, dass das Gutachten beim Ratsbeschluss zum Regionalplan vorliegt", betonte damals Tim Kurzbach.

In Fürkeltrath II (neun Hektar), Piepersberg-West (6,1) und Keusenhof (10,9) könnten einst Gewerbeflächen entstehen. Das Gebiet Buschfeld (16,4) an der Baverter Straße, ebenfalls angrenzend zum Ittertal, wurde im Zuge der Diskussion zum Regionalplan von der Bezirksvertretung bereits herausgenommen.

Quelle: RP
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