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Solingen
Reul als Innenminister vereidigt

Solingen. Es war am vergangenen Wochenende, als Herbert Reul erfuhr, dass er im neuen Kabinett des CDU-Ministerpräsidenten Armin Laschet den Posten des NRW-Innenministers übernehmen soll. Kurz geschluckt habe er schon, sagte der Leichlinger im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn die Lebensplanung des 65-jährigen Europaparlamentariers hatte bis zu diesem Moment völlig anders ausgesehen.

Dann kam der Ruf aus der Landeshauptstadt - und Reul machte sich bewusst: "Wir haben jetzt fünf Jahre Zeit, dem Wähler zu beweisen, dass er mit seinem Regierungsauftrag an uns richtig gelegen hat. Da müssen wir die Besten ins Rennen schicken." Wenn ihm in dieser Situation sein Parteifreund Laschet den Innenministerposten anbiete, "ja dann kann ich doch nicht sagen - ,schön, aber ich habe was Anderes vor'. Wenn man etwas verändern will, muss man Verantwortung übernehmen." Gerade das Thema innere Sicherheit ist Reuls Erfahrung nach für die Menschen im Land so wichtig, "dass ich diese Verantwortung sehr gerne übernehme."

Der Arbeitsort des bergischen CDU-Spitzenpolitikers ist künftig nicht mehr Brüssel oder Straßburg, sondern Düsseldorf. Die Familie stehe voll hinter seiner Entscheidung. Und in einem Punkt werde sie wohl sogar gegenüber der EU-Zeit profitieren, sagt Reul: "Ich bin künftig vermutlich mehr zu Hause". Sein 2003 angetretenes Amt als CDU-Bezirksvorsitzender will der Christdemokrat, der gestern in seiner Ministerfunktion vereidigt worden ist, im Übrigen behalten.

(peco)
 
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