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Solingen
Sandstrand lockt Hobbysportler in die City

Solingen: Sandstrand lockt Hobbysportler in die City
Die Hobbysportler tobten sich gestern am künstlichen Sandstrand und unter echten Palmen auf dem Solinger Neumarkt beim Beachvolleyball aus. FOTO: Kempner
Solingen. Mit einem Beachvolleyballturnier ging am Sonntag das Fest "Solingen karibisch" zu Ende. Vier Tage lang hatten am Solinger Neumarkt Musik, Cocktails und Tanz unter Palmen die Besucher in Urlaubsstimmung versetzt. Von Alexander Riedel

Während einige der Besucher auf der Bank ein kühles Getränk und schlürfend gemütlich in den sonnigen Mittag hineindösten, warfen sich die anderen förmlich jedem Ball hinterher in den warmen Sand. Die "Pride Fitness Beach Trophy", ein großes Beachvolleyballturnier für alle Interessierten, war am gestrigen Sonntag der Höhepunkt des Festes "Solingen karibisch" auf dem Neumarkt.

Das Fest hatte allen Daheimgebliebenen in den zurückliegenden Tagen den exotischen Urlaubsort buchstäblich vor die Haustüre gebracht. Auf dem mit Palmen geschmückten Areal am Neumarkt, gesäumt von Getränke- und Imbissständen, hatten die Gäste ihre Ausdauer beim Zumba-Programm trainiert, zu lateinamerikanischen Klängen die Hüften kreisen lassen, Boccia gespielt oder mit den Kindern Sandburgen gebaut.

"Der Zuspruch war so gut wie im vergangenen Jahr", sagte Projektleiter Chris Habermoll. Mehrere tausend Besucher kamen ab Donnerstag zum Festival, das in diesem Sommer in über 20 Städten Nordrhein-Westfalens gastiert. Gestern folgte der sportliche Abschluss - und der zog auch Gäste aus dem Umland an, wie zum Beispiel den Düsseldorfer Stefan Böckmann und zahlreiche seiner Bekannten, die insgesamt sieben von zehn Duos beim Beachvolleyballturnier stellten. "Wir waren schon beim karibischen Festival im Neuss Ende Mai dabei", sagte der 35-Jährige. Das habe den Hobbysportlern so gut gefallen, dass sie sich nun auch in der Klingenstadt mit der Konkurrenz messen wollten. "Es gibt ja leider nicht so viele Hobbyturniere in der Umgebung", fügte Böckmann hinzu.

In zwei Fünfer-Gruppen aufgeteilt gingen die Mannschaften mit skurrilen Namen wie "Hurghada Tag und Nacht" oder "SV 08:15" an den Start und spielten jeweils einen Satz gegeneinander. Anschließend ging es in die KO-Runde mit einem Viertel- sowie Halbfinale und Endspiel. Als erste betrat die Düsseldorfer Mannschaft "Ostblock" das Feld, das etwas kleiner war als üblicherweise beim Beachvolleyball, und bezwang dabei den "SV Zöpfe". Dass manch ein Zuschauer gelegentlich vor dem Ball in Deckung gehen musste, tat der guten Laune keinen Abbruch.

Anmelden konnten sich die Hobby- und Vereinsspieler per E-Mail. Und das taten sie vielfach spontan, wie zum Beispiel John Hakkouch vom Team "Schmitzkatze": "Ich habe auf Facebook gesehen, dass das hier stattfindet, und dann haben wir uns entschieden, einfach mitzumachen." Sie seien "zum ersten Mal bei so einem Turnier dabei", ergänzte sein Bekannter Marco Holider, dessen Duo "Kartönge" sich mit einem klaren Auftaktsieg gleich gehörig Respekt vor der Konkurrenz verschaffte. Um Pokale ging es aber nicht: Den Siegern der Pride Fitness Beach Trophy, dem Team "Ostblock", winkten am Ende vielmehr erfrischende Cocktails. "Für uns", sagte Stefan Böckmann stellvertretend für alle Spieler, "steht absolut der Spaß im Vordergrund".

Quelle: RP
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