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Solingen
Scheuren: Ausfahrt zur Viehbachtalstraße geplant

Solingen: Scheuren: Ausfahrt zur Viehbachtalstraße geplant
Nur über die Untengönrather Straße kommen Pkw und Lkw ins Industriegebiet Scheuren - und auch wieder raus. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Planungsausschuss gab einstimmig Machbarkeitsstudie in Auftrag. Minimallösung zeichnet sich ab. Von Uwe Vetter

Das Industriegebiet Scheuren ist eine Sackgasse. Alle Lkw und Pkw, die hineinfahren, müssen es auf gleichem Weg wieder verlassen. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt ausschließlich über die Untengönrather Straße. Und wer von der Martinstraße auf die Untengönrather Straße links oder rechts abbiegen will, muss schon Geduld mitbringen. Mittags um 14 Uhr ist es besonders schlimm: Mitarbeiter der Frühschicht sind mit ihren Autos im Industriegebiet Scheuren noch nicht weggefahren, auf der anderen Seite suchen bereits Beschäftigte der nachfolgenden Schicht einen Abstellplatz für ihr Auto. Das gelingt nur unzureichend, wenn überhaupt.

Diverse Ideen und den Willen, an der Verkehrssituation etwas zu verändern, gibt es seit mehr als zwei Jahren. Eine davon ist die Anbindung des Industriegebietes Scheuren an die Viehbachtalstraße - zumindest eine Ausfahrt auf die Landesstraße als Minimallösung zeichnet sich jetzt konkret ab. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität in ihrer jüngsten Sitzung. "Alsbald soll nun eine Machbarkeitsstudie von der Verwaltung vorgelegt werden", erklärt Ausschussvorsitzender Bernd Krebs (CDU). Er geht davon aus, dass die in etwa einem halben Jahr vorliegen wird. "Dann wären wir schon einmal einen Schritt weiter", ergänzt der CDU-Politiker.

Zwei Varianten hatte die Verwaltung schon einmal unter die Lupe genommen. Eine, die eine Ein- und eine Ausfahrt ins Industriegebiet vorsieht. Die aber angesichts der hohen Kosten - Grobschätzung fünf Millionen Euro - nicht in Frage kommt.

Die Minimallösung mit lediglich einer Ausfahrt aus dem Industriegebiet über die Norbertstraße in Richtung Ohligs könnte dagegen deutlich preiswerter zu realisieren sein. Rund 250 000 Euro werden dafür geschätzt - allerdings sind in diesem Betrag nur die reinen Tiefbauarbeiten eingerechnet. Eine genauere Summe müsste erst noch ermittelt werden, es dürfte aber klar sein, dass die Kosten für die Minimallösung nach der Detailplanung weitaus höher liegen. Immerhin haben sich einige im Industriegebiet Scheuren ansässige Unternehmen bereiterklärt, sich an den Kosten für die Ausfahrt direkt an die Viehbachtalstraße beteiligen zu wollen.

Jetzt steht zunächst die Machbarkeitsstudie auf dem Arbeitsplan der Planungsverwaltung, Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen müssen wegen einer Zustimmung über die Teilanbindung geführt werden. Auf Antrag der CDU soll zudem geklärt werden, ob auch öffentliche Mittel für das Straßenbauprojekt zu bekommen wären.

Quelle: RP
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