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Im Blickpunkt Medieval Fantasy Convention
Schlange stehen fürs Foto mit den Serien- und Kinohelden

Im Blickpunkt Medieval Fantasy Convention: Schlange stehen fürs Foto mit den Serien- und Kinohelden
In der Kapelle stellten sich alle Schauspieler den Fragen der Fans. Hier plaudern Nick Moran, Chris Rankin und Adrian Rawlins (v.l.) über ihre Rollen in Harry Potter. FOTO: Kempner Martin
Solingen. Autogramme und Fotos von den Darstellern aus Game of Thrones oder Herr der Ringe waren heiß begehrt - auch wenn die Fans dafür extra zahlen und lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Rund 4000 Besucher zählte der Veranstalter bei dem Fantasy-Event. Von Guido Radtke

Die Fantasy-Serie Game of Thrones hat es Sascha Bierbrodt angetan. Seit der Ausstrahlung der ersten Staffel im Jahr 2011 ist der Hagener ein riesiger Fan der fiktiven Geschichten aus den Kontinenten Westeros und Essos. "Von daher stand sogleich fest, dass wir nach Schloss Burg fahren würden, als wir gehört haben, dass sich James Cosmo und Ian Beattie zu diesem Event in Solingen angekündigt haben."

Die beiden Darsteller aus der im Mittelalter angesiedelten US-Kultserie gehörten zu den elf Schauspielern aus diversen bekannten Serien- oder Kino-Produktionen, die am Wochenende rund 4000 Besucher zur "Medieval Fantasy Convention" (MFC) nach Schloss Burg gelockt haben. Mit dieser Resonanz bei der Premiere hatte Jörg Bürrig nicht gerechnet. Nach dem riesigen Ansturm insbesondere am frühen Samstagnachmittag gab der Cheforganisator offen zu, dass es am zweiten Veranstaltungstag gerne etwas ruhiger zugehen dürfe. Der Grund: Aufgrund des Andrangs musste kurzfristig bei den Abläufen an einigen Stellen nachgesteuert werden, um keinen Unmut unter den Besuchern aufkommen zu lassen.

Sämtliche Schauspieler gaben sich ohne Star-Allüren und mischten sich wie Ian Beattie in ihren Pausen zum lockeren Plausch unter die Besucher. FOTO: Kempner Martin

Riesig war beispielsweise das Interesse an den moderierten Interview-Runden mit den Schauspielern aus Game of Thrones, Vikings, Herr der Ringe und Harry Potter. Jedes Mal waren die 100 Plätze in der Kapelle von Schloss Burg innerhalb weniger Minuten belegt, so dass kurzerhand die jeweiligen Sessions verkürzt und weitere Gelegenheiten für Fragen rund um die Rollen und die jeweiligen Fantasy-Produktionen eingeschoben wurden. In diesem familiären Rahmen gaben sich Nick Moran ("Scabior" aus Harry Potter), Craig Parker ("Haldir" aus Herr der Ringe) und Jefferson Hall ("Torstein" aus Vikings) wie alle weiteren Schauspieler ganz entspannt und als Stars zum Anfassen. Mit so mancher Anekdote von den Dreharbeiten sorgten sie für Lacher im Publikum, das bei den Geschichten an den Lippen der Prominenten klebte.

Die Mehrzahl der Besucher hat es sich etwas kosten lassen, um den Serien- und Kinohelden ganz nah sein zu können. Autogramme und Fotos waren heiß begehrt - auch wenn dafür extra bezahlt und zum Teil lange Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten.

Publikumsmagnet John Rhys-Davies hat den Kontakt mit seinen Fans sowohl beim Autogramme schreiben als auch beim Foto-Shooting genossen. FOTO: Kempner Martin

"Dieses Jahr ist es ein teures Vergnügen", gibt Sascha Bierbrodt zu, der mit einer Star Trek-Convention in Berlin und der Comic Con in Dortmund schon ähnliche Veranstaltungen in jüngster Vergangenheit besucht hatte. Der 34-Jährige hat daher lange mit sich gerungen, ob er sich tatsächlich auf den Eisernen Thron setzen sollte, um sich an der Seite von Ian Beattie, James Cosmo, Brenock O'Connor und Kerry Ingram zum Preis von 99 Euro ablichten zu lassen. Erst kurz vor der Abfahrt nach Solingen hat er sich einen Ruck gegeben und sich für dieses Foto-Shooting sowie zusätzlich eine Erinnerung an ein Treffen mit John Rhys-Davies entschlossen. Dafür investierte der Hagener noch einmal zusätzlich 35 Euro.

Stars hautnah bei der Fantasy-Convention

Letzterer war zweifelsohne der Publikumsmagnet. Fast alle wollten den Waliser treffen, der sich insbesondere als Zwerg "Gimli" aus der Herr der Ringe-Trilogie einen Namen gemacht hat. In der zum Fotostudio umfunktionierten Kemenate begrüßte der 72-Jährige jeden seiner Fans mit Handschlag nahezu im 15 Sekunden-Takt. Erst nach rund 50 Minuten hatte sich die nicht enden wollende Warteschlange abgebaut, die sich vom Torbogen über den Burghof bis hinauf in die Kemenate gebildet hatte. Rhys-Davies jedoch lächelte und scherzte vom ersten bis zum letzten Foto.

"Ich wünschte, ich hätte meine Frau und meine zehnjährige Tochter mitgebracht", sagt der Schauspieler. "Ihnen hätte es hier auf Schloss Burg genauso gut gefallen wie mir." Damit erging es John Rhys-Davies wie all seinen Schauspieler-Kollegen, die sich im mittelalterlichen Ambiente wie an einem Film-Set gefühlt haben.

Quelle: RP
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