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Solingen
Schleifbock für den Balkhauser Kotten

Solingen. Der Anruf kam zaghaft vor ein paar Wochen. Carsten Vedder, der seinen Betrieb in Haan reduziert, bot seinen voll funktionsfähigen Schleifbock dem Schleifermuseum Balkhauser Kotten als Spende an. "Dann werde ich immer gleich hellhörig und freue mich, dass wir immer mehr Schätze in den Kotten bekommen", gab Kuratoriumsvorsitzende Nicole Molinari ihr Interesse an. Dennoch war nach ihren Worten im Hintergrund die Überlegung um Transport und Aufstellung im Museum. "Schon ein kleiner Schleifbock bringt ein hohes Gewicht auf die Waage, aber das angekündigte Exemplar sollte mehr als 700 Kilogramm wiegen und eine entsprechende Größe haben. Wer unsere Räume kennt, der weiß, dass wir nur mäßig Platz haben." Mit dem kostenlosen Transportangebot von Carsten Vedder und einem erfolgreichen Aufruf nach muskelstarken Männern hat die Maschine jetzt den alten Kotten erreicht.

Norbert Jordan, Thomas Nachtigall und Olaf Rassmus meldeten ihre Hilfe über Facebook an, Reinhard Burski motivierte drei junge Flüchtlinge über "Gräfrath hilft" und Andreas Yzermann stand ganz spontan zur Verfügung.

"Für die neue Anlage mussten wir dann etwas umräumen, und so haben die Männer mal eben noch unseren 1000 Kilogramm-Spendenstein quer durch den Kotten geschleppt und Platz gemacht." Damit könne sich der Maschinen-Zuwachs gut präsentieren", freute sich Molinari und reichte als Dank jedem Helfer ein Balkhauser Zöppken. Im gemütlichen Anschluss lernten die jungen Flüchtlinge mit einem ganzen Berg an Kottenbuttern in traditionsreicher Umgebung wieder ein wenig mehr ihre neue Heimat kennen. Wie ihnen die Kottenbuttern schmeckten? Ein freundliches Lächeln und "Danke" in einwandfreiem Deutsch waren die einhellige Antwort.

(red)
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