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Interview
Schloss Burg soll Open-Air-Arena werden

Schloss Burg in Solingen soll Open-Air-Arena werden
Klaus-Dieter Schulz ist Vorsitzender des Schlossbauvereins. FOTO: Tinter, Anja
Solingen. Wie geht es auf Schloss Burg weiter? Klaus-Dieter Schulz als Vorsitzender des Schlossbau-Vereins redet über neue Projekte und die bevorstehende Sanierung.

Herr Schulz, aus Burg kommen zurzeit ja hauptsächlich gute Nachrichten. Die Finanzierung der notwendigen Sanierungsarbeiten an Schloss Burg scheint zu stehen. Und auch das erste Open-Air-Konzert, das vom Schlossbau-Verein organisiert wurde, entpuppte sich als Erfolg.

Schulz Das ist richtig. Der Auftritt der Bon-Jovi-Tributeband "Bounce" hat die Erwartungen sicherlich erfüllt. Das Konzert am Mittwochabend der vergangenen Woche war mit 600 Besuchern ausverkauft. Und obwohl ich selbst nicht da war, habe ich mir sagen lassen, dass die Stimmung richtig gut gewesen ist.

Also steht einer Wiederholung ja nichts im Wege. Wie schätzen Sie die Chancen ein, Schloss Burg dauerhaft zu einem Ort für Open-Air-Konzerte zu entwickeln?

Schulz Es gibt durchaus Überlegungen, in Zukunft öfter mal Konzerte zu organisieren. Bei uns existiert zurzeit die Idee, noch in diesem Jahr ein weiteres Konzert im Schlosshof auf die Beine zu stellen.

Auf wen dürfen sich die Fans denn diesmal freuen?

Schulz Wir sind noch nicht so weit, dass wir eine feste Zusage geben können. Doch sollte es klappen, wäre demnächst eine Dire-Straits-Revivalband nach Burg zu holen. Das ist allerdings zunächst einmal eine Idee. Wir werden sehen, inwieweit sie sich am Ende umsetzen lassen wird.

Dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass auf Schloss Burg seit einiger Zeit ein neuer, ein etwas modernerer Wind als früher weht. Wollen Sie mit dem Schlossbau-Verein in Zukunft eher in Richtung Events gehen?

Schulz Um eines ganz deutlich zu sagen: Unser Ziel ist es keineswegs, allein auf Großveranstaltungen zu bauen. Wir sind nur der Meinung, dass die Mischung stimmen muss. Auf Schloss Burg ist genügend Platz für Events wie zum Beispiel Konzerte oder aber Veranstaltungen wie die Medieval Fantasy-Convention, die im August stattfinden wird. Darüber hinaus finden weitere neue Formate einen Platz. Ich denke da zum Beispiel an das Kinder-Ritterfest am nächsten Wochenende. Gleichzeitig setzen wir auf bewährte Veranstaltungen. Und klar ist überdies, dass Schloss Burg weiterhin für das Museum steht. Das haben wir im Übrigen auch immer so gesagt. In den kommenden Jahren ist es wichtig, das neue Veranstaltungskonzept weiter zu entwickeln. Ich denke, dass wir damit in den Jahren bis 2020 beschäftigt sein werden.

Wie verteilen sich eigentlich augenblicklich die Besucherzahlen zwischen dem Museum sowie den anderen Veranstaltungen?

Schulz Da gibt es weiterhin ein kleines Übergewicht für den Museumsbereich. Dort begrüßen wir zurzeit jährlich rund 90.000 Gäste, die anderen Events ziehen momentan ungefähr 70.000 Besucher.

Zahlen, auf denen man aufbauen kann. Trotzdem gab es immer wieder Unsicherheiten, wie es mit Schloss Burg weitergehen wird. Nun erscheint die Finanzierung der Renovierungsarbeiten gesichert. Sind Sie erleichtert?

Schulz Wir vom Schlossbau-Verein haben stets daran geglaubt, dass diese Aufgabe bewältigt wird. Und zuletzt habe ich immer wieder positive Signale vernommen. Alle Beteiligten haben sich für den Erhalt von Schloss Burg stark gemacht. Das gilt für die Eigentümerstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal genauso wie für die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie für Bund und Land.

Mit der Folge, dass ab dem nächsten Jahr umfangreiche Arbeiten auf Schloss Burg anstehen.

Schulz Das stimmt. Für dieses Jahr ist zunächst vorgesehen, dass die Arbeiten am Bergfried beginnen, der dann eingerüstet wird. Insgesamt sieht das Sanierungskonzept für Schloss Burg vor, dass die Arbeiten einige Jahre bis 2025 laufen werden. Diese werden die Verantwortlichen bei den Städten in der Umsetzung der Maßnahmen wie auch den Schlossbau-Verein für den Museumsbetrieb sowie die Durchführung der Veranstaltungen mit großen Herausforderungen konfrontieren.

DAS GESPRÄCH MIT KLAUS-DIETER SCHULZ FÜHRTE MARTIN OBERPRILLER.

Quelle: RP
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