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Solingen
Schloss Burg war Kulisse für viel Glamour

Solingen: Schloss Burg war Kulisse für viel Glamour
18 Prinzenpaare oder Dreigestirne hatten sich auf Schloss Burg eingefunden - das Solinger Prinzenpaar, in blauen Kostümen, war natürlich auch dabei. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Rittersaal erstrahlte vor lauter Glanz. Prinzen und Prinzessinnen gehören nun einmal in ein Schloss - und alle kamen. Von Ulrike Kohl

"Unser Bestreben ist es, den Karneval in die Zukunft zu tragen", machte Volker Wagner deutlich. Wagner ist Präsident des Bundes Deutscher Karneval, damit sein höchster Repräsentant. Zum fünften Mal war er der Einladung von Ingrid Kliewer, Präsidentin der Rheinisch Bergisch Märkischen Karnevalsgesellschaften (RBMK), nach Schloss Burg gefolgt, wo sich am Freitag zum sechsten Mal die Prinzenpaare und Dreigestirne der gesamten Region ein Stelldichein gaben.

Ingrid Kliewer, die zahlreiche Ehrengäste zu diesem Treffen im Rittersaal des Schlosses begrüßte, betonte in ihrer Ansprache, was der Sinn dieser Veranstaltung ist: "Wir wollen Freunde gewinnen und Frohsinn verbreiten", sagte sie. Volker Wagner kam nicht mit leeren Händen: Er überreichte an Ingrid Kliewer die Präsidentenkette des Dachverbandes und erklärte, dass Kliewer die erste Frau sei, der diese Ehre zuteil werde. "Mindestens zehn Jahre musst du sie jetzt aber auch tragen", forderte er. Da fehlten selbst Ingrid Kliewer die Worte.

Aber auch sie hatte eine Überraschung für "ihren" Präsidenten parat: Sie ernannte Wagner zum Ehrenmitglied des Verbandes RBMK und überreichte ihm die dazu gehörige Urkunde und das Ehrenschild. "Eine solch hohe Ehre ist eigentlich nicht üblich", meinte Wagner gerührt.

18 Prinzenpaare oder Dreigestirne hatten sich im Schloss eingefunden. Das Programm begann mit dem Kinderprinzenpaar aus Velbert, das von der gesamten Familie begleitet wurde. Dann folgte die Vorstellung der einzelnen Paare, wobei natürlich Arnd I. und Susanne I. mit Gefolge, begleitet von ihrem Hofstaat, den Anfang machten. Es folgten die Paare aus Radevormwald und Wattenscheid, gemeinsam mit der Gänseliesel und dem Spielmann aus Monheim.

Mit den Prinzenpaaren aus Hattingen und Langenfeld kam das Dreigestirn aus Dormagen. Dieses fiel besonders auf, denn sowohl Prinz, Jungfrau und Bauer sind Frauen. Doch sie blieben nicht allein, denn das Dreigestirn aus Bochum entpuppte sich ebenfalls als reine Frauenangelegenheit. Nach den Paaren aus Gladbeck, Hamm und Leichlingen kamen die Hildener. Begleitet wurden sie vom Prinzenclub Stadt Hilden in schmucken grün/roten Uniformen, angeführt vom Standartenträger. "Das ist die älteste Boygroup aus Hilden", sagte der Prinz lachend und tanzte gemeinsam mit seinen Soldaten. Fast zum Schluss wurde das Paar aus Recklinghausen vorgestellt: Der Adjutant des Prinzen ist ein Holländer namens Rinus. 1972 sei er Prinz in Holland gewesen, erzählte er. Dann habe er in Dorsten seine Angela getroffen, und der Liebe wegen sei er dort geblieben. Den Abschluss bildete nach dem Paar aus Wuppertal das Dabringhauser Dreigestirn, begleitet von der Garde in rot-weißen Uniformen.

Darbietungen des Tanzcorps "Kniebachschiffer", der Tanzgruppe Klingenstadt Solingen und von drei Tänzerinnen aus Hohenlimburg lockerten das Programm auf. Wie immer sorgten Dieter und Christoph Montag für die Saalmusik, während im Schlosshof eine Blaskapelle alle ankommenden Paare lautstark begrüßte.

Zum ersten Mal dabei als Oberbürgermeister war Tim Kurzbach, der etwas verspätet im Schloss erschien. Er entschuldige sich - besonders dafür, dass er ohne seine Narrenkappe erschien. Wegen des Brandes bei Rasspe sei er lange unterwegs gewesen und habe die Kappe einfach zu Hause vergessen, sagte er. Als Entschädigung gab er eine Lokalrunde, die von allen Gästen dankbar angenommen wurde.

Quelle: RP
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