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Solingen
Schlossbauverein wünscht mehr Planungssicherheit

Solingen. Das historische Gemäuer von Schloss Burg steht vor einem Investitionsprogramm. Dies hat jetzt auch die Mitgliederversammlung mitgeprägt. "Wir sind gut aufgestellt", zog der Vorsitzende des Schlossbauvereins, Klaus-Dieter Schulz, ein Fazit im Gespräch mit unserer Redaktion. Von Günter Tewes

Wenn die vorgesehenen Umbau- beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren greifen, wird das nach seinen Worten jedoch auch Auswirkungen auf den Veranstaltungskalender haben. Die Möglichkeiten dürften wegen der Arbeiten eingeschränkt werden. Nicht alle Bereiche der Burganlage werden in dem Maße zu nutzen sein. Das hat finanzielle Folgen. Für den Schlossbauverein ist es deshalb wichtig, möglichst rasch von der Stadt Solingen eine Bauzeiten-Planung zu bekommen. "Damit wir auch mit den Mietern auf der Burg die Konsequenzen diskutieren können", sagte der Schlossbauvereins-Vorsitzende.

Bereits im Januar sollen die Arbeiten am Bergfried und am Grabentor beginnen. Dies muss bis Ende nächsten Jahres erledigt sein. Parallel dazu soll ab Frühjahr 2017 die Parkplatzmauer saniert werden. "Das ist dringend erforderlich. An Parkplätzen mangelt es in jeder Hinsicht", betonte Schulz. Er sprach sich dafür aus, die Sanierung des Pferdestallgebäudes sowie des Hauptgebäudes, die ab dem Jahr 2020 angegangen werden sollen, mit der Umsetzung des neuen Museumskonzeptes zu verknüpfen.

Nahezu 150 000 Besucher sind im vergangenen Jahr auf Schloss Burg gezählt worden, gut 8000 weniger als im Jahr davor. Jedoch wurde der Besucherrückgang, vor allem im Museumsbereich, durch höherwertige Veranstaltungen ausgeglichen. Wegen schwacher Rentabilität ist der Bücher- und Spielemarkt in diesem Jahr bereits aus dem Programm verschwunden. Das gilt künftig ebenso für den Viktualienmarkt.

Zu den Finanzen: Die Jahre 2012 bis 2014 waren für den Schlossbauverein von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage geprägt. Dagegen mussten in 2015 Barreserven angegriffen werden. 175.000 Euro sind in die Sanierung der Torschänke geflossen. Zudem sind ein neues Kassensystems für rund 35.000 Euro installiert und eine neue Bestuhlung im Rittersaal beziehungsweise im Außenbereich für circa 20.000 Euro angeschafft worden. All dies waren nach den Worten von Klaus-Dieter Schulz erforderliche Investitionen außerhalb der sonstigen "Normal-Reparaturen" auf der Burg.

Quelle: RP
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