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Solingen
Schönauen steigt bei von Keitz ein

Solingen: Schönauen steigt bei von Keitz ein
Partner (v.l.): Gabriele und Raimund von Keitz, Bonsmann-Geschäftsführer Michael Kotlenga sowie Franz-Josef Schönauen und sein Sohn Thomas Schönauen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Traditionshäuser von Keitz und Schönauen sind künftig gemeinsam unterwegs. Zum 1. Oktober übernimmt Franz-Josef Schönauen die Gesellschaftsanteile von Raimund von Keitz und erweitert damit seine Markenpalette. Von Uwe Vetter

Die automobile Landschaft in Solingen erfährt ab dem 1. Oktober eine nachhaltige Veränderung: An diesem Tag wird das Autohaus von Keitz - seit 80 Jahren VW-Partner und damit der älteste in der Klingenstadt - Teil der Schönauen-Unternehmensgruppe mit den bisherigen Marken Opel, KIA, Peugeot, und Volvo. Franz-Josef Schönauen übernimmt zum 1. Oktober die Gesellschaftsanteile von Raimund von Keitz, der sich aus Altersgründen aus dem operativen Bereich zurückzieht, als Berater aber weiter tätig bleiben wird.

Geschäftsführerin am Standort Merscheider Straße 76-82 bleibt wie bisher Gabriele von Keitz - die Tochter von Raimund von Keitz, auch alle 40 Mitarbeiter bleiben vor Ort. Raimund von Keitz, seit 1978 Chef des Familienbetriebs, "übergibt ein gut bestelltes Haus", lobt Franz-Josef Schönauen.

Familiäre Strukturen und die hohe Kundenbindung werden sowohl in den Schönauen-Autohäusern, als auch bei von Keitz gepflegt. "Die Kunden sind das Wichtigste", sagt Gabriele von Keitz. Sie betont, dass das Autohaus an der Merscheider Straße weiter eigenständig sein und der Name von Keitz nach wie vor das Autohaus schmücken werde. Zudem bleibe man Ausbildungsbetrieb: "Wir wollen wachsen und gleichzeitig Synergieeffekte nutzen", so die Geschäftsführerin. Insbesondere im Bereich Marketing, Internetpräsenz oder auch in der Buchhaltung sehen Franz-Josef Schönauen und Gabriele von Keitz diese Synergieeffekte. Ebenfalls wichtig, was letztlich zur "Auto-Ehe" geführt hat - den ersten Kontakt dazu gab es bei der Solinger Autoschau - ist eine gute Übereinstimmung gleicher Werte. "Wir sind alle nah am Kunden", sagt Gabriele von Keitz. "Häuser wie von Keitz haben einen familiären Charakter mit hoher Kundenloyalität. Das können wir gemeinsam als Fundament für die Zukunft nutzen", ergänzt Franz-Josef Schönauen.

Für ihn ist es nicht der erste Einstieg bei einem automobilen Solinger Traditionsunternehmen. Im Juli 2004 übernahm er Opel Bonsmann mit den Standorten Kottendorfer Straße in Ohligs und an der Friedrichstraße in der Stadtmitte. Mittlerweile hat sich die Schönauen-Gruppe zu einem der größten mittelständischen Unternehmen in der Region entwickelt: Fünf Autohäuser werden in Solingen, Hilden sowie im Rhein Erft Kreis in eigener Regie betrieben, weitere vier Autohäuser mit selbstständigen Unterhändlern sind dem Unternehmen angeschlossen. "Wir beschäftigen insgesamt 125 Mitarbeiter und vermarkten jährlich etwa 4000 Fahrzeuge", sagt Franz-Josef Schönauen mit Blick auf die verschiedenen Marken.

Von Keitz steuert dazu nun die VW-Modelle im Pkw- wie im Nutzfahrzeugbereich hinzu, überdies den Audi-Service. "Den Händler-Vertrag für Audi haben wir vor zwei Jahren von uns aus abgegeben", sagt Raimund von Keitz, unter dessen Geschäftsführung das Unternehmen stark gewachsen ist. "Bei der Kundenzufriedenheit haben wir stets sehr gute Werte erzielt, das war uns immer wichtig", betont Raimund von Keitz. Durch den Einstieg von Schönauen sieht er das auch in Zukunft gewährleistet.

Gerade auch durch die VW-Modelle - von Keitz vermarktet bisher 500 Fahrzeuge im Jahr; dieser Anteil soll in naher Zukunft deutlich erhöht werden - soll das Autogeschäft der Unternehmensgruppe wachsen. "Wir werden beispielsweise im Bereich Nutzfahrzeuge unseren Kunden eine Komplettlösung anbieten", kündigt Gabriel von Keitz an. An einem Ort alles aus einer Hand - so lautet hier die Devise. Die gewerblichen Kunden könnten sich auf ihre originären Aufgaben konzentrieren, das Autohaus sorgt beispielsweise für die individuelle Innenausstattung des Fahrzeugs oder die Beschriftung. "Die Marke VW hat ein hohes Potenzial", weiß Schönauen, der auch im Dienstwagengeschäft zusammen mit von Keitz bei den Unternehmen mitmischen will.

Quelle: RP
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