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Solingen
So schön leuchten die Häuser zu Weihnachten

Schöne Weihnachtsbeleuchtung an Häusern in Solingen
Auf die Stromkosten achtet die Familie an der Zeppelinstraße in dieser besonderen Zeit des Jahres nicht. FOTO: K�hlen, Stephan
Solingen. Hunderte Meter Lichterketten, etliche Lichtschläuche und tausende Birnchen verwandeln Häuser und Gärten in der ganzen Stadt in diesen Tagen in ein weihnachtliches Wunderland. Wir zeigen eine Auswahl der auffälligsten Gebäude. Von Maxine Herder (Texte) und Stephan Köhlen (Fotos)

Zeppelinstraße

Alleine 120 Meter bunte Lichtschläuche haben Reinhard Wingen und Rolf Frontzek an ihrem Haus an der Walder Zeppelinstraße angebracht, hinzu kommen etliche leuchtende weihnachtliche Figuren, die den Vorgarten bevölkern. Das jährliche Schmücken hat dabei längst Tradition: "Wir machen das seit mindestens 15 Jahren", erzählt Reinhard Wingen. Das dekorierte Haus an prominenter Stelle ist vielen Solingern bekannt. Immer wieder hielten auch Autofahrer an, um Fotos zu machen.

Angefangen habe dabei alles mit einem Weihnachtsfilm, den seine Frau gesehen habe. "Meine Frau und meine Tochter sind ohnehin richtige Weihnachtsfans." Zwei Tage brauchen Reinhard Wingen und Schwiegersohn Rolf Frontzek, bis alle Licht-Elemente hängen und aufgestellt sind - Arbeit, die sich definitiv lohne. "Es sieht einfach schön aus", sind sich die beiden einig. Vor allem die mit Lichtschläuchen umrandeten Fenster kämen immer gut an.

Auf die Stromkosten achtet die Familie in dieser besonderen Zeit des Jahres nicht. "Seit wir den größten Teil auf LED umgestellt haben, sind die Kosten zum Glück schon geringer geworden."

Das leuchtende Haus in der Hofschaft Geilenberg. FOTO: Köhlen, Stephan (TEPH)

Geilenberg

Schon im Sommer beginnt Klaus Koldrack mit der Dekoration: Dann hängt er die ersten Lichterketten an seinem Haus in der Hofschaft Geilenberg auf, erzählt Ehefrau Beatrix. Etliche Meter Lichterketten und Lichtschläuche installieren die Eheleute zum Fest an Dach- und Mauervorsprüngen ihres Hauses, auch die Büsche im Vorgarten werden dekoriert. "Und es wird jedes Jahr mehr", sagt Beatrix Koldrack und schmunzelt. Seit sieben Jahren leben sie in ihrem Haus, seitdem ist auch das weihnachtliche Schmücken liebgewonnene Tradition. "Wir sind beide richtig weihnachtsverrückt, so ist es dazu gekommen, dass wir unser Haus jedes Jahr in dieser Weise dekorieren", so Beatrix Koldrack. Auch ihre Mutter, die in der ersten Etage des Hauses lebt, zieht voll mit: Auch ihre Fenster sind liebevoll geschmückt. Und das kommt gut an: "Die Nachbarn in der Hofschaft sind begeistert. Aber natürlich achten wir auch darauf, dass es nicht zu viel wird", so Koldrack.

Das Haus von Familie Schmitz am Gaußweg. FOTO: Köhlen, Stephan (TEPH)

Gaußweg

Bei Familie Schmitz ist die Weihnachtsdeko Familiensache - und das gleich doppelt: Am Gaußweg wird nicht nur das Haus von Renate Schmitz aufwändig dekoriert, sondern auch das genau gegenüberliegende Haus von Sohn Ralf und Schwiegertochter Julia. "Wir machen das, weil wir es einfach schön finden", sagt Renate Schmitz.

Ein lebensgroßer Weihnachtsmann, leuchtende Rentiere oder riesige rote Weihnachtsbaumkugeln gehören ebenso zum Schmuck wie illuminierte Engel oder leuchtende Sternschnuppen. "Wir machen das seit etwa acht Jahren", erzählt Schmitz. Jedes Jahr kämen neue Elemente hinzu. "Mittlerweile bestellen wir viele Sachen auch im Internet." Rund einen halben Tag brauche ihr Sohn mit einem Helfer, um die weihnachtliche Beleuchtung anzubringen, die nicht nur die Hausfronten und Vorgärten umfasst, sondern auch die Gärten der beiden Häuser. "Wir haben aufgeschrieben, wo etwas hinkommt", so Schmitz.

Ihre Leidenschaft für Weihnachten hat die Familie in diesem Jahr zum dritten Mal mit dem Einsatz für den guten Zweck verbunden: Bei einem Lichterfest haben sie Spenden für das Kinder- und Familienhaus Eipaß gesammelt.

Neuenkamper Straße FOTO: Köhlen, Stephan (TEPH)

Neuenkamper Straße

Jeden Torbogen, jedes Fenster, jede Laterne, jeden Busch und jede Pflanze rund um das Haus hat Matthias Schlupp geschmückt - und damit einen ganz besonderen Blickfang am Ende der Neuenkamper Straße geschaffen. Vor fünf Jahren hat er mit dem weihnachtlichen Dekorieren begonnen, eigentlich für sich und seine Frau, die Lichter liebe. "Mit so einer Resonanz, von Autofahrern oder Spaziergängern, die Fotos machen und uns ansprechen, habe ich nicht gerechnet. Auch für viele Kinder ist das etwas Besonderes." 50 bis 60 Stunden dauert es, bis alle Lichterketten und Lichternetze hängen, die leuchtenden Rentiere aufgestellt sind und auch der fünf Meter hohe Weihnachtsbaum im Hof dekoriert ist. "Es gibt dabei kein System und ich kann auch gar nicht sagen, wie viele Meter Lichterketten wir haben. Der Keller ist voll", sagt Schlupp und schmunzelt. Das Aufhängen der leuchtenden Dekoration mache ihm einfach Spaß. "Und in diesen Tagen in der Dunkelheit nach Hause zu kommen ist auf jeden Fall eine besondere Freude."

Klingenstraße

Schnee wäre das i-Tüpfelchen im weihnachtlichen Lichter-Wunderland, in das Jesika Krimmel ihren Vorgarten an der Klingenstraße verwandelt hat. "Aber auch so finde ich es einfach schön", sagt Krimmel. Rund 1500 Birnchen leuchten rund um den kleinen Brunnen, am Zaun, an Pflanzen und Sträuchern, schätzt sie. Am Anfang, vor rund 28 Jahren habe sie vorwiegend mit weißen Birnchen dekoriert. "Mittlerweile ist alles etwas farbiger. In diesem Jahr freue ich mich besonders über den großen, bunten Nikolaus." Jesika Krimmel sei seit ihrer Kindheit ein richtiger Weihnachtsfan, wie schon ihre Eltern und Großeltern. "Ich bin stets traurig, wenn Weihnachten vorbei ist", sagt sie. Bis dahin jedoch erfreut sie sich an ihrem geschmückten Garten - und ist damit nicht allein. "Immer wieder sprechen mich Nachbarn an, vor allem die Kinder sind begeistert." Zumindest die Lichterkette am Zaun soll deshalb länger bleiben. "In den vorigen Jahren habe ich sie bis zum März gelassen. Immerhin ist dann ja auch noch Winter."

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Quelle: RP
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