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Solingen
Schon 220 Anmeldungen für den Zöppkesmarkt

Solingen. Die Traditionsveranstaltung ist für echte Trödler wieder attraktiv geworden. 220 Anmeldungen liegen schon vor. Plakat vorgestellt. Von Annemarie Kister-Preuss

Zum dritten Mal ist es der Verein zur Förderung des traditionellen Brauchtums, der den Zöppkesmarkt ausrichtet. Das Versprechen, die Traditionsveranstaltung wieder zu ihren Ursprüngen als Kram- und Trödelmarkt zurückzuführen, haben die Veranstalter eingelöst. "Wir haben bereits 220 Anmeldungen, darunter 32, die noch nie teilgenommen haben", sagte Vereinskassierer Franz-Josef Padberg gestern bei der Vorstellung des neuen Plakats im Industriemuseum in Merscheid. Dort ist auch das Fotomotiv entstanden, nach dem Sascha Reichert das Plakat gestaltet hat. Vor dem Fallhammer 6 in der ehemaligen Gesenkschmiede sind neben Padberg Vereinsvorsitzender Falk Dornseifer, sein Stellvertreter Tim Kurzbach und mit Manfred Wietscher auch ein echter Schleifer zu sehen.

2014 waren es 285 Stände auf dem Zöppkesmarkt, in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit gut 300 zuzüglich der Kinder, die Samstag und Sonntag trödeln dürfen. Schon jetzt ist das Zöppkesmarktbüro im Autohaus Dornseifer zu den Öffnungszeiten (dienstags von 15 bis 17 und freitags von 11 bis 13 Uhr) gut besucht, nach Ende der Sommerferien wird noch einmal mit verstärktem Andrang gerechnet.

Neuerungen wird es in diesem Jahr auch geben. So kann das Riesenrad wegen der Umgestaltung des Entenpfuhls nicht mehr dort aufgebaut werden, Ersatz wurde auf dem Neumarkt gefunden. Nach umfangreichen statischen Berechnungen konnte grünes Licht für den Umzug der 100 Tonnen schweren Attraktion gegeben werden. "Bei der Stadt hat sich Artur Pach sehr bemüht, wir möchten ihm dafür ausdrücklich danken", sagt Franz-Josef Padberg. Da das Riesenrad am neuen Standplatz noch höher steht, darf mit spektakulären Ausblicken gerechnet werden. Auf dem Entenpfuhl bleiben können hingegen die Stände von CVJM und TG Burg. Außerdem ist Schmied Michael Bauer-Brandes dort vertreten, das Industriemuseum hat einen Stand und eine Kettensägenkünstlerin bearbeitet Baumstämme dort. Das Kulturzentrum Cobra ist auch in diesem Jahr für ein Kulturprogramm verantwortlich, das die Besucher am Samstagabend unterhalten soll.

Dass das Plakat im Industriemuseum entstanden ist, freut Dr. Jochem Putsch. "Der Zöppkesmarkt und wir als Museum sind eine Institution in Solingen geworden; wir machen in diesem Jahr auch gerne wieder mit, weil der Zöppkesmarkt zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt ist," sagte der Museumsdirektor. Für das Plakat hat Putsch daher gerne sein Haus geöffnet. Dass vor dem 350 Kilogramm Fallhammer vier Personen stehen, ist der Tatsache geschuldet, dass SPD-Mann Tim Kurzbach als Oberbürgermeister kandidiert und die Wahlen am Zöppkesmarktsonntag stattfinden. "Eigentlich wäre er in diesem Jahr dran gewesen, alleine auf dem Plakat abgebildet zu werden, doch der Verein ist und bleibt parteipolitisch neutral, so Falk Dornseifer, der selbst der CDU angehört. Der Verein zur Förderung des Brauchtums hat den Zuschlag der Ausrichtung des Zöppkesmarktes für fünf Jahre erhalten, dann muss neu ausgeschrieben werden. Vorher war die Veranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Reise und Markt ausgerichtet worden.

Quelle: RP
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