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Gymnasium Schwertstraße
Schüler duschen für das Klima jetzt kürzer

Gymnasium Schwertstraße: Schüler duschen für das Klima jetzt kürzer
Dr. Klaus Strehlau (r.) vom Stadtdienst Natur und Umwelt und die Leiterin der Verbraucherberatung, Dagmar Blum (2.v.r.), beobachteten die Schüler des Gymnasiums Schwertstraße beim Torwandwerfen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Klimaschutz beginnt schon früh morgens. Ob nur kurz und kühl duschen oder eine halbe Stunde und heiß, das macht aufs Jahr gesehen schon einen Unterschied beim Verbrauch von Wärmeenergie.

Dass Klimaschutz nicht nur ein Thema für Erwachsene ist, sondern auch sie selbst betrifft, lernten die Schüler der Klasse 6c des Gymnasiums Schwerstraße am gestrigen Mittwoch.

Beim Bildungsangebot der Verbraucherzentrale NRW "WARM-up - Wissensspiele rund um Wärme" stand in den zwei Doppelstunden von Bildungsbetreuer Christian Knapp das Thema Wärmeenergie im Haushalt im Mittelpunkt, vor allem Heizung und warmes Wasser. Mithilfe von spielerischen Lernstationen - Brettspiel, Schätzaufgabe oder Wimmelbild - erfuhren die Kinder viel Neuartiges über Klimawandel und die Energieträger Kohle, Gas und Öl. "Ich wusste vorher noch nicht, dass Gas und Öl begrenzt sind", sagt Eduard Nemirovskiy. Karsten Römling berichtet: "Neu für mich war, wie viele Treibhausgase es gibt, zum Beispiel Methan."

Die Schüler bekamen außerdem aufgezeigt, welche Möglichkeiten sie selbst haben, Energie einzusparen und das Klima zu schonen. Dabei ging es vor allem um die Frage: "Wie lange wollen wir duschen?", wie Zelal Ataman von der Verbraucherzentrale NRW erklärt. Für die Kinder steht am Ende die Erkenntnis: "Ich bestimme, wie viel Energie ich verbrauche."

Organisiert und vorbereitet wurde die Aktion von der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Solingen, die von der Stadt mitfinanziert wird. Dr. Klaus Strehlau, Leiter des Stadtdienstes Natur und Umwelt, betont, mit dem Wissen aus der Lerneinheit könnten die Kinder auch zu Hause die Rolle des Energiesparers übernehmen, ganz im Sinne von: "Jetzt sag ich euch mal, wie das geht."

Nach der Schulstunde stand in der Pause sportliche Aktivität auf dem Programm. Die Schüler sollten beim Torwandwerfen ein Statement zu ihrem Duschverhalten abgeben: fünf, zehn oder 20 Minuten? Damit das Wissen aus dem Unterricht weitergegeben wird, durfte jedes Kind noch einen Mitschüler einladen. Für einen Treffer in das kleinste Loch - fünf Minuten - gab es zur Belohnung eine Wärmflasche, für zehn Minuten eine Stoppuhr für die Dusche und für 20 Minuten ein Heft mit Praxistipps zum Energiesparen. "Ich habe das Fünf-Minuten-Loch getroffen, aber eigentlich brauche ich länger", sagt Eduard Nemirovskiy. "Aber ich werde zu Hause darauf achten", verspricht er.

Karsten Römling war da realistischer: "Ich habe die zehn Minuten getroffen, das ist leider bei mir auch richtig", sagt der Schüler. "Ich versuche aber in Zukunft, kürzer zu duschen." Benjamin Dresen

Quelle: RP
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