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Solingen
Schützen in Weeg engagieren sich im Stadtteil

Solingen. Ihr 63. Schützenfest feierte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft im Gemeindesaal von St. Suitbertus-Weeg. Von Sandra Grünwald

Der Saal war voll, die Stimmung ausgelassen. Den angemessenen Auftakt des Schützenfestes hatte die Feier der Heiligen Messe gegeben. Danach ging es ins Gemeindehaus, wo mit den befreundeten Schützenbruderschaften und dem Höhscheider Schützenverein gemeinsam gefeiert wurde. "Wir haben zum ersten Mal auch die Firmen eingeladen, die in unserer Festschrift inseriert haben", erzählt Pressesprecherin Stephanie Over und freut sich, dass einige dieser Einladung gefolgt sind. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Solingen-Weeg wolle sich dadurch bedanken, da das Schützenfest durch die Inserate finanziert werde.

"Wir sind mit 44 Mitgliedern nur eine kleine Bruderschaft", erklärt sie, "und könnten das Fest nicht alleine stemmen." Klein, aber sehr engagiert - besonders in Höhscheid. "Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Stadtteil", sagt Over. So organisiert die Schützenbruderschaft nicht nur den Kinderkarneval, sondern auch den großen St. Martins-Umzug. Und ein Schützenfest gehört natürlich auch dazu. Für musikalischen Schwung sorgte an diesem Abend Achim Hagenbruch, eine Tombola dagegen für reichlich Spannung.

Gefeiert wurde zu Ehren des Schützenkönigs Helge Holst, des Prinzen Collin Willers und des Schülerprinzen Philipp Over. Helge Holst ist bereits zum zweiten Mal König der Schützenbruderschaft. "Und einmal war ich Bezirkskönig", verrät der 42-Jährige. Hauptaufgabe eines Königs ist die Repräsentation der Bruderschaft.

Besuche der Schützenfeste anderer Vereine und Bruderschaften stehen da genauso im Terminkalender eines Königs wie Hochzeiten und Beerdigungen. "Man repräsentiert bei allen Gelegenheiten."

Das heißt, jedes zweite Wochenende ist der Schützenkönig im Einsatz. "Ein Highlight ist natürlich der Besuch des Bundesschützenfestes", erzählt er. Das fand in Kerkrade statt und lockte viele tausend Schützen an. Seit 1994 ist Helge Holst Mitglied der Schützenbruderschaft. "Ich komme eigentlich aus dem hohen Norden", sagt er. Das Studium brachte ihn nach Solingen. "Und dann bin ich hier hängen geblieben." Über Freunde kam er in die Bruderschaft, und die Gemeinschaft ließ ihn auch hier bleiben. "Der Begriff Schützen kommt ja nicht von Schießen, sondern von Beschützen", erklärt er. Das sei auch der Ursprung der Schützenbruderschaften. "Das waren Männer, die ihre Gemeinschaft beschützt haben." In dieser Tradition sieht sich auch die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Weeg - eine Gesinnung, die Helge Holst gerne repräsentiert hat.

Quelle: RP
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