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Solingen
Schul-Ausbau hängt an Turnhallenfrage

Solingen. Die millionenschweren Neuplanungen für die Gesamtschule Höhscheid könnten überraschend ins Wanken geraten. Gespräche mit Nachbarn müssen noch geführt werden, um die große Sporthalle an der Neuenhofer Straße zu bauen. Von Günter Tewes

Das Konzept zum Ausbau der Gesamtschule Höhscheid steht, ein Projekt mit einem Volumen von 13,3 Millionen Euro. Das Rathaus, Politik und die Schule selbst wollen diese Neubauplanungen, um die vierte Gesamtschule an den beiden benachbarten Standorten Kanal- und Zweigstraße zu entwickeln. Doch dies könnte überraschend ins Wanken geraten, wie jetzt im Schulausschuss deutlich wurde.

Problem: Hinter der Turnhalle für die Gesamtschüler steht noch ein Fragezeichen. Dabei ist die neue Dreifachturnhalle, die auf einem städtischen Grundstück mit rund 5500 Quadratmetern an der Neuenhofer Straße gebaut und ebenso von Grundschülern der Wiener Straße genutzt werden soll, zwingende Voraussetzung, um für die Höhscheider Gesamtschüler an deren Unterrichtsgebäude Zweigstraße einen Neubau zu errichten. Für den müsste dort die kleine, alte Turnhalle weichen.

Wegen des Sporthallen-Neubaus an der Neuenhofer Straße müssen zunächst allerdings noch weitere Gespräche mit Nachbarn geführt werden. Ob es ein positives Ergebnis gibt, bleibt abzuwarten. "Unser Interesse ist, kurzfristig eine Lösung zu finden. Sonst kommen wir hier nicht weiter", sagte Lutz Blum vom städtischen Immobilienmanagement jetzt in der Schulausschuss-Sitzung. Denn die Stadt hat in der Grundstückfrage für eine neue Dreifachturnhalle zwischen der Grundschule Wiener Straße und der Gesamtschule Höhscheid keinen Plan B.

Es gibt nur dieses eine geeignete städtische Grundstück, so der Tenor in der Sitzung der Schulpolitiker. Da die Neubauplanungen an der Zweigstraße für die Höhscheider Gesamtschule an der noch offenen Turnhallenfrage hängen, vertagte der Schulausschuss den Beschluss zum favorisierten Konzept. Hoffnung ist, bis zur Ratssitzung in der nächsten Woche eine Lösung zu haben. Bis dahin wollen sich die schulpolitischen Sprecher der Fraktionen darüber noch einmal mit Stadtdirektor Hartmut Hoferichter verständigen.

"Was passiert, wenn die Turnhallenfrage an der Neuenhofer Straße nicht geklärt wird?", befand Schulausschuss-Vorsitzender Heinz-Eugen Bertenburg. Für diesen Fall bliebe nach von Worten von Lutz Blum eventuell nur die Variante, den vorgesehenen Neubau an der Zweigstraße für die Naturwissenschaftsfächer und die Oberstufe zu kippen. Denn dort müsste wohl noch die Turnhalle untergebracht werden.

Das hätte weitreichende Folgen für die vor zwei Jahren gestartete Gesamtschule in Höhscheid. Denn damit müsste ein dritter Standort erschlossen werden: im Gebäude an der Fritz-Reuter-Straße, das momentan noch von der Erika-Rothstein-Schule genutzt wird.

Diese Drei-Standort-Variante macht die Unterrichtsorganisation für die Höhscheider Gesamtschule nicht nur deutlich komplizierter, sie kommt der Stadt Solingen unterm Strich auch erheblich teurer bei den Betriebskosten: auf 8,1 Millionen Euro summiert sich dies in 50 Jahren.

Quelle: RP
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