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Solingen
Schule wird nach Erika Rothstein benannt

Solingen. Die Pestalozzischule führt ab dem 1. August den Namen "Erika-Rothstein-Schule". Dem entsprechenden Beschluss des Stadtrates vom 23. Juni haben nun auch die Untere und die Obere Schulaufsicht zugestimmt. Zuvor hatten sich die Schulkonferenz der Pestalozzischule und der Schulausschuss für die Umbenennung eingesetzt. Der Name wird ergänzt um die Bezeichnung "Städtische Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Sprache (Primarstufe)".

Nach Auflösung der Comeniusschule und der Diesterwegschule ist die künftige Erika-Rothstein-Schule die einzig verbliebene Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. An den Standorten Deller Straße und Fritz-Reuter-Straße werden derzeit 192 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Rothsteins Sohn Matthias habe sehr erfreut auf die Umbenennung reagiert, berichtete gestern Schuldezernentin Dagmar Becker. Erika Rothstein ist Trägerin des Ehrenrings der Stadt Solingen, sie wurde mit dem Silbernen Schuh ausgezeichnet, zudem war sie von 1984 bis 1994 Bürgermeisterin der Stadt Solingen und von 1990 bis 2000 SPD-Landtagsabgeordnete. Sie verstarb am 11. Juni vergangenen Jahres im Alter von 79 Jahren.

Der Einsatz für Schwächere sowie der Austausch und Ausgleich zwischen den Nationen, den Kulturen und den Weltanschauungen standen stets auf der Agenda des Solinger Urgesteins, das sich auch in zahlreichen Vereinen der Klingenstadt engagierte. "Mich hat immer beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit Erika Rothstein auf alle zuging und sich wirklich einsetzte", erinnert sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach an seine Parteifreundin, die für den amtierenden SPD-Vorsitzenden Josef Neumann "das soziale Gewissen der Stadt" war.

(red)
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