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Solingen
Segelflugplatz präsentiert neuen Hangar

Solingen. Die LG Erbslöh hat ihre neue Flugzeughalle eingeweiht. Der Verein spricht von einem "Brautgeschenk".

Auf das, was mit eigenen Händen erschaffen wurde, ist der Mensch für gewöhnlich besonders stolz. Und dies gilt auch für den neuen, rund 880 Quadratmeter großen Hangar der Luftsportgruppe (LG) Erbslöh, die in Langenfeld an der Stadtgrenze zu Solingen beheimatet ist.

"Ein Jahr sind wir bereits an diesem Projekt zugange, und einen Großteil der Arbeiten haben wir in Eigenleitung erbracht", sagte jetzt Jürgen Blome, neuer Vorsitzender des Segelflugvereins mit Blick auf das vollendete Werk: eine riesige Halle, die Fassade aus Metall, sie bietet Platz für acht Flugzeuge. "Die Ausschachtungsarbeiten, die Elektrik, die Pflasterarbeiten in und vor der Halle und die Wasserleitungen - all das haben unsere Mitglieder durch ihr teils berufliches Know-how professionell auf die Beine stellen können", ergänzte Pressesprecher Jürgen Fischer bei der Präsentation des Hangars am Wochenende. Finanziert wurde die Halle durch den Verkauf der alten Vereinsimmobilie des Segelflugvereins Kesselsweier Hilden. "Seit dem 1. Juli 2013 gehören die Hildener offiziell unserem Verein an, daher kann man durchaus von einer Art Brautgeschenk reden", sagte Fischer.

In seiner Ansprache macht auch Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider kein Hehl daraus: Diese, nun fast drei Jahre zurückliegende Hochzeit findet er nach wie vor gut. "Eine Luftsportgruppe mit 280 Mitgliedern, das kann sich sehen lassen. Und besonders stolz bin ich auf das riesengroße bürgerschaftliche Engagement, das der Verein immer wieder zeigt, die Offenheit, die Präsenz, nicht zuletzt durch das jährliche Flugplatzfest."

Besonderes Lob von Schneider erntete die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle, finanziert durch die Langenfelder Stadtwerke, die den gewonnenen Strom in ihr Netz speisen. "Ökologischer als Segelfliegen geht es nicht. Da ist die Nutzung des Daches auf diese Weise nur ein weiterer konsequenter Beitrag zu Klima- und Umweltschutz", so der Bürgermeister.

Und auch der Landrat des Kreises Mettmann, Thomas Hendele, der aus Hilden stammt, fand lobende Worte. "Ich habe lange mit Wehmut zu kämpfen gehabt, dass die Eigenständigkeit der LSG Kesselweier nicht zu halten war." Er habe selbst schon als kleiner Bub dort Segelflugzeuge bestaunt. "Dies bedeutete für mich ein Teil der Hildener Identität. Aber heute - auch mit dem Anblick dieser Halle - hat mich dieses Gefühl verlassen." Thomas Hendele sehe, dass "für dieses Hobby eine wunderbare Basis geschaffen worden ist."

(dfu)
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