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Solingen
Sehenswürdigkeiten besser ausschildern

Solingen. In Gräfrath fehlen einheitliche Wegweiser zu touristischen Zielen. Bis Anfang Dezember sollen die Wegweiser stehen. Von Maxine Herder

Das Thema ist ein Dauerbrenner in der Gräfrather Bezirksvertretung: Und so ging es auch in der jüngsten Sitzung des Gremiums ein weiteres Mal um die Beschilderung der Gräfrather Sehenswürdigkeiten. Nachdem die Bezirkspolitiker mehr als sieben Jahre für die Aufstellung von touristischen Hinweisschildern an der A 46 gekämpft haben, die Anfang dieses Jahres schließlich erfolgte (wir berichteten), geht es jetzt um die adäquate Ausweisung der touristischen Orte Klingenmuseum, Kunstmuseum und historischer Ortskern.

Die ist bisher eher uneinheitlich: So wird an der Kreuzung Roggenkamp auf einem weißen Schild auf das Klingenmuseum hingewiesen, wobei für touristische Orte in der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich braune Schilder vorgesehen sind. Auf fünf Schildern im Stadtteil wird indes noch der Weg zum Museum Baden gewiesen, der neue Name Kunstmuseum Solingen taucht bisher in der Beschilderung nicht auf. "Unser Vorschlag wäre, an der Einmündung Roggenkamp/Wuppertaler Straße das weiße Schild zum Klingenmuseum gegen ein braunes auszutauschen sowie einen Wegweiser zum Kunstmuseum anzubringen", erläuterte Sonja Häcker vom Stadtdienst Planung. Gerade bei dieser Maßnahme drängt die Zeit: Bis zum 8. Dezember, wenn Bundestagspräsident Norbert Lammert nach Solingen kommt, um das Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum zu besuchen, sollte die korrekte Beschilderung erfolgt sein. "Ziel ist es, die Wegweisung zum 8. Dezember vereinheitlicht und angepasst zu haben", so Sonja Häcker.

Dabei stellen sich noch weitere Fragen: Intern wird bei der Verwaltung noch abgestimmt, ob auf den großen Hinweistafeln am Central ein allgemein-gültiges Museums-Logo als Hinweis auf die Museen in Gräfrath angebracht werden sollte. Eigentlich so Häcker, müsste am Central nach geltender Systematik nicht ausgeschildert werden: "Denn vom Prinzip her läuft die Beschilderung immer vom Fernziel zum Nahziel. Demnach wird man zunächst in den Stadtteil geführt, erst dort erfolgt die Feinverteilung durch Hinweise auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Sonst wird es irgendwann auch unübersichtlich."

Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer indes würde sich genau das, eine frühzeitige Beschilderung des Historischen Ortskerns möglichst ab der Autobahn, wünschen. "Wir haben jetzt eine Beschilderung an der A46 in Haan-Ost platziert, fährt man dort ab, weiß man dann aber nicht so richtig weiter. Ob die bisher erfolgte Ausschilderung so ausreichend ist, ist fraglich", so Vogtländer. Im Stadtteil selbst findet sich der einzige Verweis auf den Gräfrather Ortskern aus Richtung Innenstadt kommend an der Einmündung in die Straße In der Freiheit. Zumindest hier will die Stadt jedoch zeitnah nachbessern und weitere Schilder aufstellen. "Die Frage ist derzeit noch, ob man vom Roggenkamp kommend nach rechts oder links verweist", so Stadtplanerin Häcker. Demnach würden Besucher entweder über die Garnisonstraße oder die Straße In der Freiheit nach Gräfrath geführt werden.

Quelle: RP
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