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Solingen
Seniorenzentrum Bethanien in Aufderhöhe wächst

Solingen. Das Diakonische Werk Bethanien investiert in das Haus Buche drei Millionen Euro. Es entstehen 15 neue Einzelzimmer. Von Benjamin Dresen

Auf einen gänzlich ruhigen Lebensabend müssen die Bewohner des Hauses Buche im Aufderhöher Seniorenzentrum Bethanien noch warten. Im Frühjahr 2016 soll der seit Juni 2014 laufende Um- und Anbau abgeschlossen sein. Aktuell erfolgen die Anbauten an beiden Enden des Gebäudes, die Umbaumaßnahmen im Inneren folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Das bringt gelegentlich auch Unruhe mit sich.

Das Wohn- und Teilhabegesetz des Landes NRW legt fest, dass in Pflegeeinrichtungen ab August 2018 eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent erreicht werden muss. Diese gesetzliche Vorgabe wird das Seniorenzentrum bei Fertigstellung des Hauses Buche erreichen. Insgesamt rund 300 Senioren leben derzeit im Altenzentrum in mehreren Häusern. Während der gesamten Bauphase wird das Haus Buche weiter bewohnt. Statt zuvor 64 Einzelzimmern bietet das Haus ab dem kommenden Jahr 79 Einzelzimmer auf vier Etagen. Die verfügbare Fläche im Haus steigt durch die Baumaßnahmen um 1200 Quadratmeter oder 25 Prozent.

Einige Einzelzimmer können auf Wunsch mit einer Tür zu Doppelzimmern für Partner verbunden werden. Das Diakonische Werk Bethanien als Betreiber investiert rund drei Millionen Euro. 300 000 Euro davon stammen von der Stiftung Deutsches Hilfswerk, die die Erlöse aus dem Losverkauf der Deutschen Fernsehlotterie zur Förderung sozialer Projekte einsetzt.

Einen Gewinn für das Gemeinschaftsleben stellen die neuen, großen Aufenthaltsräume auf jeder Etage dar. Während Einzelzimmer für jeden Bewohner dem Bedürfnis nach Individualität nachkommen, wird in den Gruppenräumen die "Sozialität" gepflegt, wie es Pfarrer Otto Imhof, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Bethanien, ausdrückt. "Die Gruppenräume sind der Mittelpunkt jeder Etage", betont Ingeborg Ochse, Leiterin des Seniorenzentrums. Hier sind nicht nur die Küche und das Dienstzimmer untergebracht. Die großzügigen Platzverhältnisse erlauben es auch, bettlägerige Patienten in ihren Betten dorthin zu fahren, damit sie am Leben auf der Etage teilhaben können.

Gemeinschaftlich von allen Bewohnern nutzbare Gartenanlagen sowie Balkone und Terrassen an mehreren Seiten des Hauses tragen zur Lebensqualität bei. Kleine Gruppenräume im Anbau des Gebäudes könnten etwa für Kreativangebote genutzt werden.

Im Rahmen der Bauarbeiten wird außerdem die Brandmeldeanlage erneuert, der bestehende Aufzug ausgetauscht und ein zweiter eingebaut. Insgesamt 55 Mitarbeiter sind - in Vollzeit und Teilzeit - aktuell im Haus Buche beschäftigt. Die personelle Situation in Zukunft hängt aber von der Pflegebedürftigkeit der Bewohner ab. Das Haus Buche entstand zwischen den Jahren 1985 und 1987 als Altenwohnheim mit Pflegestation im Obergeschoss und wurde im April 1987 eingeweiht. Ursprünglich war es mit 50 Einzelzimmern und 15 Doppelzimmern konzipiert.

Quelle: RP
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