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Solingen
Sieben Geißlein aus Winterschlaf erwacht

Solingen. Vor dem Saisonstart wurde im Freizeitpark Ittertal in Trampolinnetze und zwei Hüpfburgen investiert. Zu den letzten Vorbereitungen gehört traditionell die Rückkehr der Märchenfiguren in ihre Waldhütten. Von Guido Radtke (Text) und Martin Kempner (Fotos)

Das Freizeitparadies Ittertal ist Bruno Schmelter ans Herz gewachsen. Seit 17 Jahren betreibt der Schausteller mit seiner Familie den Märchenwald mitsamt den zahlreichen Kinder-Attraktionen. Und seit der Übernahme ist er froh, wenn am Ende eines Jahres die Schwarze Null steht. Aber da ist ja das Lachen der jüngsten Besucher, das das Finanzielle in den Hintergrund rücken lässt. "Genau das treibt uns alle an und macht uns glücklich: Ein Kinderlachen ist das Schönste in der Welt." Daher kann Bruno Schmelter den Saisonstart am kommenden Samstag kaum erwarten.

Ein Schockmoment wie im vorigen Jahr ist dem Familienbetrieb in diesem Frühjahr erspart geblieben. Damals hatten sich in der Winterpause Vandalen an den Waldhütten des Märchenwaldes zu schaffen gemacht und großen Schaden angerichtet. Daraufhin waren die Zäune rund um das Gelände erhöht und verstärkt worden. "So konnten wir uns jetzt zum Glück von Anfang an auf das Wesentliche konzentrieren", sagt Schmelter.

Bereits seit sechs Wochen laufen im Freizeitpark Ittertal die Vorbereitungen. Die sieben Karussells wurden auf Vordermann gebracht, die Fliegenden Elefanten etwa haben einen neuen Anstrich erhalten. Investiert wurde nicht nur in zwei neue Hüpfburgen, sondern auch in Netze für die Trampolinanlage sowie Jutesäcke für die Rutschen.

Schneewittchen & Co. zurück im Ittertal

Zu den traditionell letzten Handgriffen gehört das Herausputzen der rund 45 Märchenfiguren. Der Wolf und die sieben Geißlein haben in der Indoor-Spielhalle genauso ihren Winterschlaf gehalten wie Schneewittchen, die Bremer Stadtmusikanten oder der Gestiefelte Kater. "Wenn sie im Wald geblieben wären, hätten sie in dieser Zeit wohl die Mäuse oder Mader zerfressen", weiß Bruno Schmelter. In diesen Tagen wird jede Figur gebürstet, gekämmt und aufgearbeitet, um dann einzeln zurück in die Hütten getragen zu werden. Und wenn sie nicht plötzlich zum Leben erwachen, erzählen sie hier bis Ende Oktober ihre Märchengeschichten.

Quelle: RP
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