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Solingen
Skulpturen und Denkmäler, die das Stadtbild prägen

Solingen. Fast 50 Werke von 28 Künstlern, an exponierten Stellen und eher versteckt, aus alter Zeit oder modern und nahezu aus allen Stilrichtungen sind in dem handlichen Büchlein "Ars Publica" versammelt, die das städtische Kulturmanagement mit finanzieller Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland herausgegeben hat. Matthias und Markus Erntges haben die Skulpturen und Denkmäler im öffentlichen Raum fotografiert. Von Annemarie Kister-Preuss

"Kunst im öffentlichen Raum ist ein Spiegel bürgerschaftlichen Engagements", schreibt Matthias Erntges, der auch die Texte für das Buch geliefert hat. Viele Werke, so Erngtes, haben ihren Platz gefunden, weil Bürger, Vereine, Stiftungen oder Firmen Initiative ergriffen haben und sich finanziell engagierten, wie zuletzt der Solinger Kunstverein, der der Stadt jene Skulptur von Ulrich Rückriem schenkte, die jetzt vor dem Rathausneubau Platz gefunden hat, und die auch das Titelbild von "Ars Publica" ist. Die vier Meter hohe Skulptur aus Dolomitgestein wurde am 22. Juli 2011 feierlich enthüllt.

"Ars Publica" geht auf eine Idee der 2010 verstorbenen Marianne Göllner zurück, die im Deutschen Klingenmuseum gearbeitet hat und der der Gedanke, einen Überblick über die Kunst im öffentlichen Raum zu schaffen, sehr am Herzen lag.

Dass die dargestellten Skulpturen und Denkmäler sehr unterschiedlicher Qualität sind, ist den Machern der Broschüre durchaus bewusst. "Der öffentliche Raum ist kein musealer", sagt Matthias Erntges dazu. Manche der abgebildeten Objekte haben diesen künstlerischen Anspruch nicht, sie sind vielmehr ein Stück Industrie- und Handwerksgeschichte. "Ars Publica" weckt Interesse, macht Lust, auch die verborgenen Skulpturen zu entdecken, wie zum Beispiel Lies Ketterers spielende Kinder, die in einem Merscheider Wohnviertel zwischen Hochstraße, Jupiterweg und Ankerstraße ihren Platz gefunden haben.

Ein Kunstwerk, an dem viele Menschen nahezu jeden Tag vorbeigehen, ist der "Fühlstein" von Ernst Egon Oslender in der Fußgängerzone ebenso wie Hans Oberhoffs "Mobile" vor dem Haupteingang des Städtischen Klinikums an der Gotenstraße. Weniger bekannt dürfte der "Lesende Schüler mit Hund" von Fritz Bernuth sein, der vor der Pestalozzischule an der Augustastraße steht oder das Fliesenmosaik "Konkrete Wandarbeit" von Wolfgang Körber auf einem Firmengrundstück an der Schwertstraße.

Das Buch gibt es kostenlos im Rathaus und vielen anderen Stellen sowie im Internet: www.arspublica.solingen.de

Quelle: RP
 
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