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Solingen
Solingen fordert Stilllegung zweier Atomkraftwerke

Solingen. Viele Solinger haben sich an Oberbürgermeister Tim Kurzbach und das Rathaus gewendet, weil sie sich Sorgen wegen der Wiederinbetriebnahme zweier Atomkraftwerke in Belgien machen. Diese Sorgen hat der Verwaltungschef jetzt aufgegriffen und eine Resolution vorbereiten lassen, die in der heutigen Ratssitzung in der Ohligser Festhalle (ab 17 Uhr) den Fraktionen zur Unterschrift vorgelegt werden soll.

Darin heißt es sinngemäß: "Der Rat der Stadt Solingen schätzt die Wiederinbetriebnahme der beiden Kraftwerksblöcke Tihange II und Doel III als unkalkulierbares Risiko ein und fordert die belgische Regierung zur sofortigen und endgültigen Stilllegung auf."

Der Rat teile ausdrücklich die berechtigten Sorgen vieler Menschen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die in der Nähe der Kraftwerke leben, und auch die der Solinger Bürger. Die Klingenstadt liege mit einer Entfernung von 150 Kilometern zwar nicht im direkten Umkreis der beiden belgischen Reaktoren, ein Atomunfall würde aber insbesondere bei Wind aus Westen und Südwesten auch die Menschen im Bergischen Land gesundheitlich beeinträchtigen und die Umwelt schädigen.

(red)
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