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Solingen
Holzkohlegrill - Familie mit Kohlenmonoxid vergiftet

Solingen: Holzkohlegrill -Familie mit Kohlenmonoxid vergiftet
Mehrere Rettungswagen sind bei dem Einsatz am Kotter Feldweg vorgefahren. FOTO: Patrick Schüller
Solingen. Eine siebenköpfige Familie ist in Solingen von ausströmendem Kohlenmonoxid verletzt worden. In dem Gebäude brach die Ehefrau (33 Jahre) aus zunächst unbekannter Ursache zusammen.

Die eingesetzte Feuerwehr stellte beim Betreten des Gebäudes eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid fest und brachte die Familie aus dem Haus.

"Die Eltern erlitten schwere Vergiftungen und müssen in einer Überdruckkammer behandelt werden", sagte ein Sprecher der Polizei. Die fünf Kinder (vier Mädchen im Alter von ein, vier, acht und neun Jahren sowie ein siebenjähriger Junge) seien mit leichteren Verletzungen davongekommen; sie wurden in ein Remscheider Krankenhaus gebracht. 

"Ein falsch betriebener Holzkohlegrill ist vermutlich für das Unglück verantwortlich", sagte der Sprecher weiter. Möglicherweise hat die Familie in dem Einfamilienhaus am Kotter Feldweg versucht, mit dem Holzkohlegrill zu heizen.

Eine Nachbarin, die Hilfe leistete, sowie zwei Rettungskräfte der Feuerwehr atmeten ebenfalls Kohlenmonoxid ein, mussten jedoch nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Die Feuerwehr war mit einem großen Aufgebot am späten Pfingstmontag zu dem Einfamilienhaus geeilt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich drei Erwachsene und fünf Kinder im Gebäude. Als die Retter gegen 20.30 Uhr eintrafen, war die Mutter schon bewusstlos. Kohlenmonoxid ist ein giftiges Gas, das der Mensch weder riechen noch schmecken kann.

Für die Dauer des Einsatzes mussten die Katternberger Straße und Gläßnerstraße gesperrt werden, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen kam. 

Die Solinger Einsatzkräfte wurden von Einheiten aus Remscheid und dem Kreis Mettmann unterstützt. Insgesamt befanden sich 62 Retter im Einsatz.

(lnw/csr)