| 17.01 Uhr

Zwei Stunden gesperrt
Kühlgerät für 24 Bierdosen legt Bahnhof Solingen lahm

Kühlgerät Marke Eigenbau legt Bahnhof Solingen lahm
Kühlgerät Marke Eigenbau legt Bahnhof Solingen lahm FOTO: Patrick Schüller
Solingen. Nach dem Fund eines verdächtigen Paketes in einem Regionalexpress ist der Hauptbahnhof Solingen am Donnerstagnachmittag für rund zwei Stunden gesperrt worden. Sprengstoffexperten untersuchten den Fund – und fanden Bierdosen. Von Martin Oberpriller und Carola Siedentop

Der erste Alarm erreichte die zuständigen Beamten der Bundespolizei gegen 15.40 Uhr. Fahrgäste im Regionalexpress 7 hatten unter einem Sitz des Zuges einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und verständigten zufällig in der Bahn mitreisende Bahn-Mitarbeiter.

Tatsächlich gab der gefundene Gegenstand zunächst allen Anlass zur Sorge. "Zum einen machte die Lage des Pakets unter dem Sitz stutzig", sagte später ein Sprecher der Bundespolizei im Gespräch mit unserer Redaktion. Und zudem erregten aus dem auffällig beklebten Paket herausragende Metallteile sowie Drähte den Verdacht, es könne sich womöglich um einen gefährlichen Gegenstand handeln.

Aus diesem Grund begannen die Bahnmitarbeiter noch vor Eintreffen der Polizei, den Zug, der gerade im Solinger Hauptbahnhof eingelaufen war, zu evakuieren. Und um etwa 16.15 Uhr wurde schließlich, nachdem die Bundespolizisten den Einsatzort erreicht hatten, auch der gesamte Bahnhof geräumt.

Daraufhin untersuchten Experten der Bundespolizei aus Düsseldorf das Paket. "Das Röntgen gestaltete sich zunächst schwierig", sagte der Bundespolizei-Sprecher. Doch da es schließlich keinen Hinweis auf Sprengstoff gab, öffneten die Experten das Paket am Ende mit der Hand.

Sie fanden zu allgemeinen Überraschung eine Kühlbox Marke Eigenbau – mit 24 Dosen Bier darin. Gegen 18 Uhr wurde der Bahnhof wieder freigegeben.

Mittels Videoaufnahmen versuchen die Beamten nun herauszufinden, wer die "Kühlbox" im Zug vergessen hat, derweil der Zugverkehr in der gesamten Region nur langsam wieder ans Laufen kam.

"Es gab erhebliche Verzögerungen", hieß es am Donnerstagabend vonseiten der Bundespolizei. Gegen 19 Uhr hatten die Züge am Solinger Hauptbahnhof immer noch Verspätungen von bis zu 30 Minuten.

Der Sprecher der Bundespolizei lobte ausdrücklich das besonnene und umsichtige Verhalten der Zugreisenden und Bahnmitarbeiter. Diese hätten sich absolut richtig verhalten. "Wir nehmen solche Funde immer ausgesprochen ernst", betonte der Sprecher.

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