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Solingen
Solingen-Party im alten Schraubenlager

Solingen: Solingen-Party im alten Schraubenlager
Lisa Schulze von der Wirtschaftsförderung organisiert die Solingen-Messe, die am 11. Juni im alten Schraubenlager auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände veranstaltet wird. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Am 11. Juni treffen sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zur Solingen-Party auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände in Stöcken. Diese Halle wird wohl wie die meisten im Zuge der Sanierung des Geländes abgerissen. Von Uwe Vetter

Das alte Schraubenlager der ehemaligen Firma Rasspe in Stöcken steht leer. Doch das triste Erscheinungsbild soll zumindest am Samstag, 11. Juni, verschwinden. Dann soll in der Industriebrache Party gefeiert werden - die Solingen-Party, die stets im Wechsel mit der alle zwei Jahre stattfindenden Solingen-Messe über die Bühne geht. "Das alte Schraubenlager ist mit 3400 Quadratmetern die größte Halle der ehemaligen Firma Rasspe", sagt Lisa Schulze von der Wirtschaftsförderung. Sie organisiert die achte Auflage der Solingen-Party. Motto: "Nicht schick, aber einzigartig".

Innerhalb des Schraubenlagers war früher einst auch die Rasspe-Lackiererei integriert. "Hier wird die Disco angeboten", sagt Lisa Schulze, "vor allem der vordere Bereich der großen Halle wird für die Party genutzt.

Seit Mitte April läuft der Vorverkauf für die Solingen-Party, stets ein Treffen für Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Eintrittskarten kosten 59 Euro, maximal 500 Personen will die Wirtschaftsförderung dort Einlass gewähren. "Der Vorverkauf läuft gut", sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol.

Jahrelang wurde die Party stets in der Maschinenhalle auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums am Grünewald veranstaltet. Nun der wohl einmalige Wechsel nach Stöcken 17: "Wir wollen, dass die Party-Gäste das Ambiente der Industriebrache aufsaugen und dass das ehemalige Rasspe-Gelände als Kleinod hängenbleibt", sagt Frank Balkenhol.

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung geht nämlich davon aus, dass die meisten Hallen auf dem Gelände abgerissen werden - auch das alte Schraubenlager, das für die Party noch einmal auflebt. "Erst müssen aber Altlasten- und Gebäudeuntersuchungen im Laufe dieses Jahres durchgeführt werden", sagt der Wirtschaftsförderer. Der AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung hat dafür die europaweite Bekanntmachung für die gutachterlichen Leistungen veröffentlicht. Experten sind dafür notwendig, um den aktuellen Zustand der Fläche, Umweltbelastungen von Boden und bestehenden Gebäuden zu ermitteln. Zudem sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Fläche fachgerecht wiederhergestellt werden kann und einen entsprechenden Plan für diese Arbeiten aufzustellen.

Ein solches Expertenbüro zu finden ist Aufgabe des AAV. Entsprechend qualifizierte Büros können sich nun bis zum 13. Mai zur Teilnahme für die Abgabe von Angeboten beim AAV melden. Die entsprechenden Angebote sind dann bis zum 17. Juni abzugeben. Die Zuschlagserteilung erfolgt am 19. Juli, so dass ab dem 1. August mit der Ausführung begonnen werden kann.

Dann ist die Solingen-Party längst Geschichte. Neben Musik (Jan & Jascha) werden im alten Ambiente auch viele kulinarische Genüsse angeboten "Exklusive Küche auf Rädern, wenn man so will", sagt Projektleiterin Lisa Schulze.

Empfangen auf dem Gelände der Industriebrache werden die Party-Gäste von einem Saxofonspieler. Vorbei geht es hier zunächst auch an der denkmalgeschützten Außenfassade des alten Rasspe-Geländes, dessen Dach zu Beginn dieses Jahres abbrannte. "Wirt haben das Gebäude umfangreich gesichert. Ein neues Dach kommt bald wieder drauf", sagt Frank Balkenhol.

Quelle: RP
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