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Solingen
Solinger sollen ihre Thermostate auf den Prüfstand stellen

Solingen. Wenn es um Energieeinsparungen für Haushalte geht, ist oft von neu installierten Heizungsanlagen oder aufwendigen Wärmedämmungsmaßnahmen die Rede. "Es gibt aber auch niederschwellige Sparmöglichkeiten", verdeutlicht Energieberater Florian Bublies von der Verbraucherzentrale NRW. Von Alexander Riedel

Die stellt seit September Thermostate in den Mittelpunkt einer gemeinsamen Kampagne mit dem Mieterbund Rheinisch-Bergisches Land. Wer sich als Mieter ein elektronisch programmierbares Gerät zulege, müsse das nicht dem Vermieter melden, erklärt dessen Geschäftsführerin Funda Altun-Osterholt: "Sie müssen das alte Thermostat nur aufbewahren und vor einem möglichen Auszug wieder anbringen." Zum landesweiten Thermostat-Check rufen die Partner der Aktion derzeit die Bürger auf. Dabei gehe es nicht darum, Werbung für die neueren Geräte zu machen, betont Bublies: "Die Standard-Thermostate sind auch völlig in Ordnung." Und wer etwa in einem gut gedämmten Neubau lebe, profitiere wenig von der neuen Technologie. Auch wer sich meist zuhause aufhalte und im Verlauf des Tages selbst die Temperatur am Heizkörper reguliere, müsse nicht unbedingt umrüsten.

Zugleich zeigt Bublies aber auch die Vorteile der moderneren Thermostate auf: Im Gegensatz zu den Standard-Geräten mit ihren Reglerstufen eins bis fünf ließen die modernen Versionen eine exakte Angabe der Wunschtemperatur zu - und deren Ansteigen und Absinken lasse sich über einen längeren Zeitraum programmieren. Vernetzte, in ein sogenanntes Smart Home eingebundene Thermostate seien sogar von unterwegs steuerbar und könnten von Nutzen sein für Menschen mit unregelmäßigem Alltag.

Im Umgang mit dem kleinen Knauf am Heizkörper warnt Bublies vor klassischen Fehlern der Verbraucher: "Es macht keinen Sinn, das Rädchen auf Stufe fünf einzustellen, wenn man es schnell warm haben will." Die sei gleichbedeutend mit einer Temperatur von 28 Grad. Auch das komplette Herunterdrehen des Reglers sei nicht empfehlenswert, betont Altun-Osterholt: "Wenn es zu kalt wird, kann sich schnell Feuchtigkeit bilden und somit eben auch Schimmel."

Die Verbraucherzentrale am Werwolf 2 in der Solinger Innenstadt bietet an jedem zweiten Montagnachmittag im Monat nach vorheriger Anmeldung eine Energieberatung an. Absprachen für einen Termin sind möglich unter der Telefonnummer 226 576 01. Der Mieterbund in Solingen bietet für seine Mitglieder in der Geschäftsstelle des Mieterbundes, Kasernenstraße 15 im Signal-Haus, ebenfalls eine entsprechende Beratung an. Dort sind Terminabsprachen für ein Gespräch möglich unter der Telefonnummer 170 58.

Den Thermostat-Check gibt es darüber hinaus auch im Internet unter der Adresse www.verbraucherzentrale.nrw/thermostat.

Quelle: RP
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