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Solingen
Solingerin vertritt Deutschland in Japan

Solingen. Die 17-jährige Thea Hammer fliegt zum G 7-Junior-Gipfel, um dort als Delegierte an einem Projekt zu Bildung und Geschlechtergleichheit mitzuarbeiten. Von Sandra Grünwald

Die Reise nach Japan zum G7-Junior-Gipfel ist etwas ganz Besonderes. Aus jedem G7-Land werden schließlich nur vier Delegierte ausgewählt - zwei Jungen und zwei Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Voraussetzungen für die Teilnahme ist das Engagement für die Umwelt genauso wie gute Englischkenntnisse. Eine der Delegierten ist Thea Hammer. Die Solingerin besucht die 12. Klasse des beruflichen Gymnasiums auf dem Mildred-Scheel-Berufskolleg.

"Ich war im vorigen Jahr schon mit den Pfadfindern in Japan", erzählt die 17-Jährige. Eine Reise, die sie nicht so schnell vergessen wird. "Wir hatten 45 bis 50 Grad, fast keinen Schatten - und unsere Pfadfinder haben schwarze Zelte." Das wird beim G7-Junior Gipfel anders sein. "Im Moment sind es etwa 25 Grad in Japan", hat sie sich bereits erkundigt. Außerdem schlafen die Delegierten im Hotel. "Am letzten Tag dann in einer Gastfamilie."

Trotzdem ist es nicht so ganz einfach, die richtigen Sachen in den Koffer zu packen. Und der Laptop muss natürlich auch mit. Es war die Ausschreibung des "Deutschen Bundesjugendrings" für die Teilnahme am G7-Junior Gipfel, auf die sich Thea Hammer beworben hat. "Ich habe geschrieben, dass ich bei den Pfadfindern als Leiterin engagiert bin und durch die Pfadfinder auch mein Umweltbewusstsein verstärkt wurde. Das möchte ich auch an meine Kinder weitergeben." Die Bewerbung hat Eindruck gemacht.

Seit 2009 ist sie schon bei den Pfadfindern. Damals hat sie eine Freundin begleitet, dann ein Sommerlager mitgemacht. "Es stand schnell fest, dass ich dabei bleiben würde, weil es so cool war", erinnert sie sich. Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaft sind bei den Pfadfindern wichtig, genauso wie die Naturverbundenheit. "Es ist etwas anderes, zwei Wochen in einem Zelt zu schlafen anstatt in einem Hotel", weiß Thea. Sie versucht, auch im Alltag nachhaltig zu leben. "Keine Alufolie, nicht so lange duschen und keine Lebensmittel wegschmeißen."

Beim G7-Junior Gipfel wird sie zu einer Arbeitsgruppe gehören, die sich mit Bildung und Geschlechtergleichheit beschäftigt. Während des siebentägigen Programms werden Pläne erstellt, wie die Agenda 20/30 umgesetzt werden kann. Begleitet werden die vier Jugendlichen von einer UN-Delegierten, die ihnen zur Seite steht. Am Schluss stellen alle Delegierten des G7-Junior-Gipfels ihre Ergebnisse in Tokio vor. Diese sollen auch beim "echten" G7-Gipfel besprochen werden.

Thea Hammer hofft, dass ihre Vorschläge dort Gehör finden. "Was die Politiker jetzt planen, betrifft unsere Generation", sagt sie. "Wenn wir uns jetzt schon bereiterklären, mitzuarbeiten, wäre es richtig, wenn einige unserer Vorschläge auch umgesetzt werden."

Quelle: RP
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