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Solingen
Sommerakademie im Birkerbad: Impulse für Solingen und die Region

Solingen. Die erste Sommerakademie im Rahmen von "bergisch.project", die seit dem 21. September das Birkerbad in einen Unicampus verwandelt hat, steht kurz vor dem Ende. Gestern konnten sich die Studierenden über den Besuch und den Austausch mit Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith freuen. Dieser zeigte sich begeistert von den Ergebnissen.

In dieser ersten interdisziplinären Sommerakademie hat die Bergische Universität rund 40 nationale und internationale Studierende aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen nach Solingen geholt. Mit dem Birkerbad, in dem geforscht, gelebt und diskutiert wurde, hat man dafür einen einzigartigen Schauplatz gefunden, für den auch zugleich Ideen für eine zukünftige Nutzung entwickelt wurden.

Norbert Feith, Oberbürgermeister und zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA), die das bergisch.project eng begleitet, nahm sich gestern Morgen Zeit, um mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen. Beim gemeinsamen Frühstück berichteten die Studenten begeistert von ihren Erlebnissen und Eindrücken der letzten Tage. Insbesondere wurde die produktive Atmosphäre des Birkerbades gelobt – bis in die Nächte hinein wurde gearbeitet.

"Solingen fühlt sich wohl in der Rolle als Universitätsstadt", sagte Feith auch im Hinblick auf das hier beheimatete Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement der Bergischen Universität. "Ich freue mich über das studentische Leben in Solingen." Dass sich die Studierenden in Solingen und der Region sichtlich wohlgefühlt haben, zeigte sich auch in ihren Ergebnissen aus den einzelnen Arbeitsgruppen. "Netzwerke, Räume, Atmosphären und Geschichten", so lauteten die Oberthemen, an denen gearbeitet wurde. "Die Studierenden haben viele Gespräche und Interviews mit den Bürgern geführt", berichtet Ranghild Klußmann, Projektleiterin bei der Bergischen Universität.

Auch der Ort selbst wurde zum Studienobjekt: In den Spinden der Umkleidekabine, einzeln mit Jahreszahlen ausgestattet, wird die Historie mit Zeichnungen, Gegenständen und Texten nacherzählt.

Im Keller des Hallenbades geht es um die Zukunft: Gleich fünf Entwürfe für eine mögliche Nachnutzung bekam der Oberbürgermeister hier präsentiert: Die Ideen reichen von einem Stadtmuseum mit Archiv, einem Musikzentrum samt Proberäumen und Plattenladen, einem Kulturzentrum mit Stadtbibliothek, einer Tauschbörse für Dienstleistungen bis hin zu einem Fahrradhostel für Nutzer der naheliegenden Korkenziehertrasse. "Das eröffnet eine ganz neue Sichtweise auf die Potenziale des Birkerbades und kann auch für Investoren neue Impulse liefern", sagte Feith.

Am heutigen Samstag können sich Bürger ein eigenes Bild von den Ergebnissen machen: Um 15 Uhr werden BEA-Geschäftsführer Bodo Middeldorf und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter eine Ausstellung zu den Entwürfen eröffnen. Bis 17.30 Uhr werden unter anderem geführte Rundgänge angeboten.

(red)
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