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Solingen
Sorge um das Steinenhaus

Solingen. Das denkmalgeschützte Gebäude steht seit zwei Jahren leer. Die Stadt will mit den Eigentümern, einer Erbengemeinschaft, eine Begehung organisieren, damit mögliche Schäden schnell behoben werden können. Von Annemarie Kister-Preuss

Seit Februar 2008 sind die Türen geschlossen am Steinenhaus am Paffenberger Weg, die Türen eines Hauses, das zuvor über Jahrzehnte für gemütliche Gastlichkeit gestanden hat. Erst als "Schankwirtschaft August Hoppe", dann als "Cornish Pub", zog des fürs Bergische ungewöhnliche gebaute Haus Besucher an. Jetzt sorgt sich die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid um den drohenden Verfall des Traditionsgebäudes aus dem Jahr 1855. Zur heutigen Sitzung (16.15 Uhr im Gründerzentrum) hat die Verwaltung eine Anfrage beantwortet.

Seit Susi und Klaus Krämer im Juni 2007 mit einem Konzert von Markus Segschneider ihren Pub schlossen und in die Künigsmühle zogen, ist das Haus, das einer Erbengemeinschaft gehört, nicht wieder vermietet worden. Das Ehepaar Krämer hatte den "Cornish Pub" 14 Jahre zu einem Treffpunkt für Musiker aus aller Welt gemacht, Theateraufführungen angeboten – unvergessen die Heiligabend-Vorstellungen mit Valentinaden des Ensembles Profan – und nicht zuletzt mit bodenständiger Küche die Gäste verwöhnt.

Seit 1995 auf der Denkmalliste

Das zweigeschossige Haus aus Stein wurde als Wohnhaus erbaut. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist im Erdgeschoss eine Gastwirtschaft, seit 1995 steht das Steinenhaus in der Denkmalliste. Die Denkmalbehörde traf sich im Juli 2007 zu einer Begehung und die Experten stellten fest, dass sich das Haus in gutem Zustand befindet. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass die massive Bauweise aus Naturstein das Haus unempfindlicher macht, als es die im Bergischen üblichen Fachwerkhäuser sind. Instandhaltungsarbeiten waren allerdings nötig an Fenstern, Schlagläden und der Regenwasserführung, die Eigentümer erhielten von der Denkmalbehörde eine entsprechende Aufforderung, wie es in der Stellungnahme der Stadt für die Bezirksvertretung heiß. Im Frühjahr 2008 wurden nach Auskunft des ersten Beigeordneten Hartmut Hoferichter zunächst die Arbeiten an der Wasserführung ausgeführt, um Schäden an der Substanz zu verhindern.

Noch nicht ausgeführt wurden die Malerarbeiten an den Fenstern und Schlagläden. Die Verwaltung schlägt vor, in Kürze zusammen mit den Eigentümern eine Begehung des Hauses vorzunehmen, um festzustellen, ob durch mangelndes Heizen und Lüften Schäden am Haus entstanden sind oder entstehen können. Weiterhin soll geklärt werden, was die Eigentümer mit den Gebäude in Zukunft vorhaben.

Quelle: RP
 
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