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Solingen
Spannende Entdeckungstour an der Waldschule

Solingen. Der Herbst ist eine interessante Zeit für die Tiere und Pflanzen in der Natur. Was da so alles im Wald zu finden ist, wie die Tiere sich auf den Winter vorbereiten und wie die Menschen ihnen dabei helfen können, lernten die 24 Kinder der OGS Wiener Straße am Mittwoch in der Solinger Waldschule auf der Strohner Höhe kennen. "Wir haben Nüsse versteckt", erzählt Sarah (9). Gemeinsam mit ihrer Schwester Lorena (9) und ihrem kleinen Cousin Samuel (6) haben sie für zwei Walnüsse und eine Kastanie einen verborgenen Ort gefunden und mussten sich merken, wo genau. Später müssen sie nämlich die Nüsse in ihren Verstecken wiederfinden - so wie die Eichhörnchen.

"Nur, dass die Eichhörnchen die Nüsse vergraben, wenn es hell ist und finden müssen, wenn es dunkel ist", sagt Nicole Schutte, die als Betreuerin den Ausflug in den Wald im Rahmen des Herbstferienprogramms begleitet.

Was so alles durch den Wald kreucht und fleucht haben die Kinder mit einem Lupenglas entdeckt. "Da waren Schnecken und eine Kellerassel", zählt Lorena auf. Vielleicht sind das genau die Tiere, für die die Kinder ein Insektenhotel gebastelt haben. "Wir haben Blumentöpfe angemalt", erzählt Sarah. Denn natürlich sollen die Hotels schön aussehen. Farbenfrohe und fröhliche Insektenhäuschen. Zuerst muss die Farbe trocknen. Die Blumentöpfe werden umgedreht. "Und dann kommt Stroh rein", berichtet Sarah weiter. Durch das kleine Loch können die Insekten in den Schutz des Blumentopfes krabbeln und sich im Stroh verstecken. "Die schlafen dann da", weiß Sarah.

Bei einem Spaziergang durch den Wald sammeln die Kinder auch noch Bucheckern. Besonders Samuel hat viele der kleinen eckigen Früchte gefunden. Und probiert haben sie sie auch schon. "Die schmecken gut", sagt Lorena.

Die OGS Wiener Straße besucht gerne die Ferienaktionen der Waldschule. "Wir waren schon bei der Schatzjagd hier, während der Piratenwoche und sind durch den Kräutergarten gegangen", erzählt Nicole Schutte, die die Ausflüge mit den Kindern genießt. "Es ist turbulenter, denn es ist Freizeit", sagt sie. "Manche Kinder kennen den Wald nicht so. Die sind dann noch ein bisschen aufgeregter."

Doch die 24 Kinder sind mit insgesamt drei Begleitpersonen gut betreut. "Es haben sich in diesen Herbstferien so viele angemeldet, dass wir nächste Woche noch mit einer zweiten Gruppe in die Waldschule gehen", freut sich Schutte, die jetzt schon weiß, dass die Rückfahrt sehr leise sein wird. "Da sind die dann platt." Doch obwohl solche Ausflüge laut und hektisch sind, macht Nicole Schutte sie gerne. "Man schaut nachher in lauter zufriedene Kindergesichter", sagt sie. "Die erzählen dann, was sie alles erlebt haben." Und nebenbei lernen sie, wie die Natur im Herbst sich wandelt. Sarah, Lorena und Samuel sind in jedem Fall gespannt, ob sie ihre versteckten Nüsse wiederfinden.

(sue)
 
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