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Solingen
Spar-Ideen des Solinger Sportbundes

Solingen. Im Sparpaket ist es eine Zahl von vielen. Doch für Hartmut Lemmer, Peter Nolden und Klaus Hinger vom Präsidium des Solinger Sportbundes (SSB) steht bei der geplanten Zuschuss-Kürzung für den Eissport sehr viel mehr auf dem Spiel als diese 60 000 Euro. Dann müssten zwei Vereine die Flügel strecken, betonten sie. Die bitteren Folgen wären zudem die Vernichtung des größten Jugendtreffs in Solingen mit jährlich 60 000 Besuchern zwischen zwölf und 17 Jahren sowie der Verlust einer Sportstätte mit Alleinstellungsmerkmal über das Bergische Städtedreieck hinaus. Außerdem stünden in der Eishalle bei einer Schließung integrative Arbeitsplätze auf dem Spiel. Von Günter Tewes

Scharf wendet sich der Sportbund gegen eine Zuschuss-Kürzung hier. Lemmer, Hinger und Nolden haben gestern vor der Presse eine Stellungnahme zu den Sparvorschlägen der Verwaltung abgegeben. "Wir wollen dies nun mit der Politik diskutieren." Tenor: Der SSB begrüßt die eingeschlagene Sparlinie, die den Sport hart treffe, warnt aber zugleich davor, Strukturen nachhaltig zu zerschlagen.

Bezirksvertretungen abschaffen

Auch eigene Sparideen unterbreitet der SSB; etwa die Zahl der Bezirksvertretungen nicht bloß von fünf auf drei zu reduzieren, sondern die Stadtteilparlamente ganz abzuschaffen. "Durch die Vergrößerung des Rates dürfte ausreichende Kapazität vorhanden sein, diese Aufgaben mit zu übernehmen." Auch einen Solidaritätsbeitrag aller im Stadtrat vertretenen Parteien brachte der Sportbund ins Spiel: Fraktionszuschüsse könnten dem Eissport zur Verfügung gestellt werden.

Entschieden abgelehnt wird jedenfalls die Erhöhung der Sporthallen-Nutzungsgebühren. Das gefährde die Existenz der Vereine. Sportbund-Präsident Lemmer erinnerte, dass diese Gebühr erst vor vier Jahren mit 150 000 Euro eingeführt und nach zwei Jahren schon um 50 000 Euro erhöht worden sei; und nun sollen insgesamt weitere 130 000 draufgesattelt werden. Als Einsparvorschlag spricht er sich stattdessen für die Streichung der vierten Dezernentenstelle aus.

Hallenbad Vogelsang erhalten

"Die Schließung des Heidebades trifft die Bevölkerung hart", räumte Lemmer ein. "Das akzeptieren wir aber." Im Gegensatz zum geplanten Aus des Hallenbades Vogelsang: Die Schwimm-Möglichkeiten seien ohnehin schon deutlich eingeschränkt. Der Sportbund warnt vor einer wachsenden Zahl an Nichtschwimmern. Angesichts zurückgehender Schülerzahlen machen für Lemmer Schulschließungen zwar Sinn. Inakzeptabel sei aber die Schließung der Turnhallen der Hauptschulen Krahenhöhe und Ohligs.

Quelle: RP
 
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