| 00.00 Uhr

Solingen
Spar- und Bauverein wendet sich Rheinschiene zu

Solingen: Spar- und Bauverein wendet sich Rheinschiene zu
Der frühere Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Bertl ist weiter Aufsichtsratsvorsitzender des Spar- und Bauvereins Solingen. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Vertreterversammlung der Genossenschaft in der Stadtkirche am Fronhof - vier Prozent Dividende beschlossen.

"Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele." Das Motto von Musketieren und Genossenschaften stellte Hans-Werner Bertl an den Anfang der Vertreterversammlung der Spar- und Bauverein Solingen eG. Der Aufsichtsratsvorsitzende unterstrich die enorme wirtschaftliche und soziale Bedeutung der "größten Eigentümergemeinschaft Solingens" für seine Mitglieder und für die Stadt - als Auftraggeber für Handwerk und Wirtschaft. "Genossenschaftliches Wohnen und Investieren ist ein Stabilitätsfaktor."

Stabil ist auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die ein Jahresergebnis von 5,3 Millionen Euro bescherte und Ergebnisrücklagen von gut 4,5 Millionen Euro ermöglicht. "Die wirtschaftliche Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit sind gesichert", stellte Vorstandsvorsitzender Ulrich Bimberg fest.

Und damit auch die Grundlage, um den Mitgliedern die genossenschaftstypischen Vorteile zu sichern: lebenslanges Wohnen mit Service, günstige Mieten und die Beteiligung am gemeinsamem Erfolg. So konnten die 111 stimmberechtigten Vertreter am Samstag in der Stadtkirche erneut die höchstmögliche Dividende von vier Prozent für die rund 13 500 Mitglieder beschließen.

Knapp 19,5 Millionen Euro flossen 2014 in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung, davon ein Großteil in energetische Sanierung. Die Vertreter erfuhren auf der Versammlung von aktuellen und anstehenden Projekten. Beispielsweise von den Neubauten am Schlicker Weg oder der energetischen Modernisierung in der Siedlung Wasserturm. Auch die Siedlung KIauberg wird energetisch saniert und durch Balkone aufgewertet.

Im Lagebericht nannte Ulrich Bimberg Mosaiksteine, die zu dem guten Ergebnis führen: Barrierefreie Wohnungen und attraktive Badlinien kommen gut an. Mit Klimagriff und Bewegungssensoren geht man ideenreich gegen steigende Nebenkosten vor. Mit Angeboten wie Winterdienst geht man in Richtung "Servicewohnen". Mit diesen Genossenschaftsvorteilen will man auch Kölnern und Düsseldorfern Solingen als gute Wohnstadt erschließen. "Wir wollen uns mehr der Rheinschiene zuwenden", so Ulrich Bimberg.

Bei den turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen gab es sechs Kandidaten für vier zu besetzende Mandate. Dietmar Gaida, Ute Hanke und Hans-Peter Harbecke wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Aufsichtsrat ist Reiner Birkendahl, der als Finanz- und Bilanzfachmann an der positiven Weiterentwicklung des SBV mitarbeiten will. Er rückt für Dagmar Becker nach, die aus beruflichen Gründen und wegen Wohnortwechsel nicht mehr kandidierte.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Hans-Werner Bertl wieder zum Vorsitzenden gewählt, Hans-Peter Harbecke zu seinem Stellvertreter.

(red)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Spar- und Bauverein wendet sich Rheinschiene zu


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.