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Solingen
Sparda-Bank macht Plus bei Krediten und Einlagen

Solingen. Die Zeiten seien herausfordernd, sagt Martin Oberwinster. Aber mit dem Ergebnis für 2015 ist der Sparda-Filialleiter zufrieden. In Solingen und Ohligs erzielte die genossenschaftlich organisierte Bank prozentuale Zuwächse, die über denen der Gruppe Sparda-West liegen: Bei den Einlagen gab es ein Plus von 4,7 Prozent bei den Krediten von 3,4 Prozent.

Der Zuwachs bei den Krediten geht allein auf die Baufinanzierungen zurück. Ihr Volumen wuchs von 78,48 Millionen Euro auf 81,58 Millionen. "2014 haben wir neue Baukredite über 10,6 Millionen Euro zugesagt", so Martin Oberwinster. "Im vergangenen Jahr waren es 17 Millionen Euro." Das "Betongold" wird in Solingen aber knapp: "Es stehen viel zu wenig Immobilien zur Verfügung." Sparda-Kunden investierten hauptsächlich in gebrauchte Eigentumswohnungen und Häuser. Die werden nach Beobachtungen der Bank vor allem in Ohligs, Aufderhöhe und Gräfrath teurer.

Der Bestand an privaten Krediten ging 2015 um knapp acht Prozent auf 2,28 Millionen Euro zurück. In Zeiten niedrigster Zinsen für Anlagen zahlt mancher Kunde lieber Kredite zurück. "Das wird uns die nächsten zehn Jahre begleiten", vermutet der Filialleiter.

Wenn es nur 0,01 Prozent aufs Sparbuch gibt wie momentan, schichten einige um: Die Summe der Spareinlagen reduzierte sich um 4,8 Prozent auf 35,90 Millionen Euro. "Unsere Kunden haben vermehrt in Fonds investiert", sagt Oberwinster. "Da ist eine höhere Rendite zu erreichen." Rund 4,3 Millionen Euro flossen 2015 in Kapitalanlagen. Die Sichteinlagen (täglich fälliges Geld, meist auf Girokonten) vermehrten sich um 13,43 Prozent auf 59,85 Millionen Euro.

Die Digitalisierung schreitet auch bei der Sparda-Bank unaufhörlich fort. Seit 2015 können die Kunden etwa einen Kontowechsel in Eigenregie durchführen und das Bezahlsystem Paydirekt nutzen. Ein kostenfreies digitales Haushaltsbuch soll bei der Planung und Überwachung der Finanzen helfen.

In der Kommune engagiert sich die Sparda-Bank durch Spenden: Im vergangenen Jahr flossen 300.000 Euro an Schulen. Seinerzeit hieß das Motto "Bühne frei". In diesem Jahr geht es bei der "SpardaSpendenWahl" um Sportprojekte in Schulen. Die Neuauflage startete Ende Februar - wieder wird es ein Online-Voting geben.

(flm)
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