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Solingen
SPD: Mehr Personal gegen Angsträume

Solingen: SPD: Mehr Personal gegen Angsträume
Ein typischer Angstraum: Die Unterführung am Solinger Hauptbahnhof in Ohligs. FOTO: mak (Archiv)
Solingen. Ratsfraktion präsentiert Sicherheitskonzept und will Ordnungsamt aufstocken. Von Martin Oberpriller

Die Solinger Sozialdemokraten haben sich das Ziel gesetzt, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger in der Stadt zu erhöhen. Aus diesem Grund hat die Ratsfraktion der SPD jetzt ein Papier erarbeitet, mit dessen Hilfe in den kommenden Monaten konkrete Maßnahmen in Angriff genommen werden sollen, um Solingen "lebenswerter" zu machen.

Prinzipiell ist Solingen für die SPD eine sichere Stadt. "Es geht deshalb darum, die richtigen Bausteine richtig einzusetzen", sagte die Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz gestern. Dabei schwebt der SPD eine Kombination unterschiedlicher Schritte vor. So ist es aus Sicht der Sozialdemokraten unter anderem wichtig, drei neue Stellen beim Ordnungsamt zu schaffen, durch die ein erweiterter Streifendienst möglich wäre.

"Wir wollen das Personal für diesen Bereich im eigenen Haus ausbilden", umriss Fraktionsvize Dr. Kay Zerlin, der maßgeblich an dem Papier mitgearbeitet hat, die Strategie der SPD. Denn beim Ordnungsamt gehe es nicht allein um Ortskenntnisse, sondern auch darum, das Solinger Ortsrecht zu kennen. Kay Zerlin unterstrich zudem, dass es nach dem jüngsten Bestechungsverdacht im Ordnungsamt dringend nötig sei, dass die Behörde schnell wieder "in ruhige Bahnen kommt". Darüber hinaus will die Partei aber auch die Schulsozialarbeit erhalten, quartiersbezogene Prävention betreiben und Organisationen, Verbände, Initiativen sowie Bürger in die Sicherheitsüberlegungen miteinbeziehen.

Gleichwohl sieht die SPD durchaus Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Pläne. So gelte es, die Maßnahmen - auch angesichts der anfallenden Kosten - nun genau zu besprechen. Iris Preuß-Buchholz: "Denn Mehrausgaben müssen woanders aufgefangen werden".

Quelle: RP
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