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Solingen
SPD vertraut Kandidaten von der Basis

Solingen: SPD vertraut Kandidaten von der Basis
Gemeinsam werden Josef Neumann (o.r.) und Iris Preuß-Buchholz (o.l.). nicht noch einmal bei den Landtagswahlen kandidieren. Für die Nachfolge der SPD-Fraktionsvorsitzenden bewerben sich Marina Dobbert (l.) und Richard Schmidt. FOTO: Kempner Martin
Solingen. Iris Preuß-Buchholz tritt nicht bei der Landtagswahl 2017 an - Josef Neumann bestätigt Kandidatur. Von Guido Radtke

Drei Wahlkämpfe hat Iris Preuß-Buchholz hinter sich. Ein viertes Mal allerdings wird die SPD-Politikerin keine Anstrengungen unternehmen, um im Mai 2017 erneut in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen. "Bereits als sich angedeutet hatte, dass ich in Solingen den Fraktionsvorsitz übernehmen würde, war klar, dass ich Mandat zurückgeben würde." Dabei hätte die 58-Jährige mit ihrem Listenplatz sieben landesweit zu den Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten gezählt. "Beide Funktionen waren zum einen zeitlich nicht mehr zu vereinen, zum anderen ist man als Fraktionsvorsitzende jederzeit vor Ort gefordert."

Ihre schon lange getroffene persönliche Entscheidung hat Iris Preuß-Buchholz schließlich Anfang Februar dem Unterbezirksvorstand mitgeteilt. "Wir haben daraufhin die Entscheidung, den Wahlkreis 34 neu zu besetzen, an die Verantwortlichen in den Ortsverbänden weitergegeben", sagt Josef Neumann. Der Solinger SPD-Vorsitzende wird im Übrigen in seinem Wahlkreis 33 (Wuppertal-West / Solingen II) auch 2017 kandidieren.

FOTO: SPD

Wer mit Neumann in den Wahlkampf ziehen wird, entscheidet sich am 9. September bei der offiziellen Aufstellung des Kandidaten. Interesse bekunden Richard Schmidt, Bezirksbürgermeister Mitte, sowie die Marina Dobbert. Die Sozialpädagogin gehöre zwar nicht zu den Mitgliedern aus der Parteispitze, sei aber eine sehr engagierte Frau im Ortsverein West, betont Josef Neumann.

Einen ähnlichen Weg, Mitgliedern von der Basis das Vertrauen für höhere Aufgaben zu schenken, geht die Solinger SPD auch bei der Bundestagswahl. Zu den drei Bewerbern für die gemeinsame Kandidatur der bergischen SPD im Wahlkreis Solingen, Remscheid und Wuppertal-Süd zählt kein führender SPD-Kopf. In den kommenden Wochen werden die Sozialdemokraten aus den Nachbarstädten ihre personellen Tendenzen folgenden lassen: "Dort läuft jeweils ein ähnliches offenes Verfahren wie bei uns", weiß Neumann.

Interesse an einer Kandidatur haben aus der Klingenstadt Ingo Schäfer (50 / Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft), das langjährige Ratsmitglied Markus Preuß (53) und Manfred Ackermann (47 / Geschäftsführer Schloß Eicherhof in Leichlingen) angemeldet. "Bis zum Nominierungsparteitag Ende September wird sich im laufenden Prozess zeigen, wer tatsächlich bereit ist, den Aufwand zu betreiben, um ins Rennen um ein Bundestagsmandat zu gehen." Josef Neumann glaubt nicht, dass bei beiden Wahlen der Bekanntheitsgrad eine zentrale Rolle spielen werde: "In der Politik ist derzeit vieles verschwommen, so dass alles möglich ist." Kommunal sei die SPD in Nordrhein-Westfalen gut aufgestellt, bundesweit jedoch werde noch ein klarer Kurs gebraucht.

Quelle: RP
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