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Solingen
SPD will schnelle Lösung bei der Wupperbrücke

Solingen: SPD will schnelle Lösung bei der Wupperbrücke
Kein Durchkommen: Weder für Autos, noch für Radfahrer oder Fußgänger ist der Weg zur Wupperbrücke frei. FOTO: Radtke
Solingen. "Geschockt" ist die SPD-Ratsfraktion von der Sperrung der Wupperbrücke nach Leichlingen.

"Wir alle haben noch in Erinnerung, wie schwierig die Sperrung der Leichlinger Straße während der Mauer-Sanierung an der Oelmühle war. Das darf sich nicht für längere Zeit wiederholen", sagt Ramona Engels, Mitglied des Fraktionsvorstands und planungspolitische Sprecherin. Sie kündigt für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 3. Juli eine Anfrage der SPD an, die unter anderem zeigen soll, welche Möglichkeiten es zum sofortigen Bau einer Behelfsbrücke gibt.

Betroffen von der seit Samstag geltenden Sperrung - nicht nur für motorisierte Fahrzeuge aller Art, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer - sei laut Ramona Engels vor allem erneut Aufderhöhe.

Dieser Stadtteil müsse seit langem die Folgen diverser Sperrungen ertragen. Derzeit komme ausgerechnet auf der Umleitungsstrecke die Großbaustelle eines Wohn-Komplexes hinzu, die direkt an der Kreuzung in Aufderhöhe immer wieder für zusätzliche Staus sorge. "Richtung Wermelskirchen und Witzhelden fehlen außerdem ohnehin schon die Verbindungen über Burg und Wupperhof", sagt die planungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Sie weiß, dass eine Behelfsbrücke zusätzliche Kosten bedeuten würde. Und angesichts der zahllosen Autobahn-Baustellen könne es durchaus schwierig werden, eine schnell zu montierende Behelfsbrücke zu bekommen - zumal die Konstruktion gerade an dieser Stelle hochwasserfest sein müsse. Engels: "Aber angesichts der Auswirkungen müssen wir wirklich alles versuchen."

Ähnlicher Druck wird zurzeit auf der anderen Seite der Brücke erzeugt - in Leichlingen. Bürgermeister Frank Steffes (SPD) telefonierte gestern nach eigenen Angaben ausführlich mit dem Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Hermann-Josef Tebroke (CDU). Beide waren sich einig, zu versuchen, auf die Gutachter einzuwirken, die in den kommenden Wochen den Zustand der Brücke überprüfen wollen. Sie sollen statt der avisierten sechs bis acht Wochen versuchen, die Untersuchungen in kürzerer Zeit abzuschließen. Insbesondere für Leichlinger Obstbauern, wie den Betrieb Altmeyer, ist die Brückenprüfung eine Frage der Existenz. Dies machte der Landwirt der Stadt gegenüber auch deutlich - gerade in den Wochen der Sperrung läuft die Hauptzeit der Erdbeer-Ernte.

Altmeyer hat bereits reagiert und auch entlang der Straße nach Ziegwebersberg inzwischen einen Obststand aufgebaut. Dass dies tatsächlich die Verluste der groß dimensionierten Verkaufsstation in Nesselrath auch nur annähernd ausgleichen könnte, die besonders auch von den Solinger Kunden lebt, lässt sich nur schwer vorstellen.

(uwv/pec)
 
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