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Solingen
Spiel und Spaß für den guten Zweck

Solingen: Spiel und Spaß für den guten Zweck
Riesig war das Spiel- und Sportangebot beim Familientag rund ums Industriemuseum in Merscheid. Das nutzten auch Bianca Petri, Tochter Lina (3), Marlene (2) und Mutter Katja Polimeno (v.l.). FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Mitmachaktionen, ein buntes Bühnenprogramm und verschiedene Gaumenfreuden lockten beim 24. "Familientag für Behinderte und Nichtbehinderte" Gäste aller Generationen auf das Gelände des LVR-Industriemuseums. Von Alexander Riedel

Einmal auf allen Vieren durch die lange blaue Röhre, danach hüpfend von Insel zu Insel - und schließlich wieder alles von vorn: Die dreijährige Lina hatte am Hindernisparcours vor dem Stand der Lebenshilfe ihre helle Freunde: "Ihr macht alles Spaß, was mit Bewegung zu tun hat", verriet ihre Mutter Bianca Petri. Als Mitarbeiterin der Heimstatt Adolph Kolping kannte die Wahl-Solingerin den "Familientag für Behinderte und Nichtbehinderte" schon aus der Perspektive der Helfer und Mitgestalter.

"Diesmal bin ich aber privat hier", erzählte die junge Mutter. "Ich finde es sehr schön, dass das gesamte Gelände hier für Aktionen genutzt wird", freute sie sich.

In der Tat: Das Spiel- und Sportangebot auf den Rasenflächen rund um das LVR-Industriemuseum, auf dem Platz vor der alten Gesenkschmiede Hendrichs und natürlich in den historischen Räumen selbst war am Sonntag riesig: 80 Vereine und Initiativen unterstützten die 24. Auflage des Festes mit ihren Ständen, darunter auch Kindertagesstätten, Sozialverbände sowie die italienische und griechische Gemeinde.

Kinder aller Altersgruppen liefen verzückt mit ihren Eltern und Großeltern an der Hand von Stand zu Stand, versuchten ihre Geschicklichkeit auf der mobilen Minigolf-Anlage, beim Crocket oder auf den Mini-Tischtennisplatten - und ließen ihrer Kreativität am Malstand freien Lauf.

Zur Stärkung gab es selbst gemachte Köstlichkeiten von Pommes frites über italienische und griechische Vorspeisen bis zur türkischen Pizza. Und natürlich wehte auch der Hauch der Industrie- und Technikgeschichte über der alten Gesenkschmiede: Die Oldtimerfreunde der Feuerwehr hatten zwei historische Leiterfahrzeuge mitgebracht.

Und Fritz-Werner Kreitzberg und Hans-Jürgen Schrage vom Industriemuseum demonstrierten den jungen und älteren Besuchern an einem Schleifwagen aus den 1930er Jahren die traditionelle Kunst des Messerschleifens.

Mit seinem großen Angebot lockte das LVR-Industriemuseum einmal mehr auch Gäste aus dem Umland an. "Mein Ehemann ist sehr interessiert am Museum", berichtete die Düsseldorferin Katja Polimeno, die mit ihrer zweijährigen Tochter Marlene ebenfalls die ganze Breite des Angebots genoss: "Wir haben eben eine Ballettvorführung auf der Bühne gesehen, die ihr sehr gut gefallen hat", berichtete die Besucherin. Und auch an einer Schatzsuche habe Marlene teilgenommen: Aus einer Sandkiste mussten die Kinder so viele Murmeln wie möglich herausfischen.

Lohn der Arbeit war für das kleine Mädchen ein Kuscheltier. "Wir freuen uns sehr, hier zu sein", sagte Polimeno und fügte hinzu: "Zumal das Ganze ja auch noch für einen guten Zweck ist." Alle Einnahmen an den Ständen fließen in Projekte zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen in Solingen.

Quelle: RP
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