| 14.36 Uhr

Basketball
20 schwarze Sekunden

Basketball-Regionalligist BG Solingen hatte sich beim Willicher TV gerade wieder ins Spiel zurück gearbeitet, als eine Serie von Technischen Fouls gegen Oliver Habura sämtliche Siegchancen nahm. Von Guido Radtke

Sie waren so gut aus der Kabine gekommen. Den 14 Punkte-Rückstand hatte die BG Solingen auf sieben Zähler verkürzt (26.), so dass es Hartmut Oehmen nicht mehr auf der Bank hielt. Der Coach des Willicher TV hatte das Gefühl, dass die Begegnung in der 2. Basketball-Regionalliga kippen könnte. Nur 20 schwarze Sekunden später aber waren die Klingenstädter sämtlicher Siegchancen beraubt, und Hartmut Oehmen konnte wieder entspannt Platz nehmen. Der Aufsteiger hatte das Ergebnis von 56:49 auf 67:49 hochgeschraubt.

Ein Schiedsrichter-Pfiff hatte eine Lawine ins Rollen gebracht, die sämtliche Luft aus dem Solinger Spiel nahm. Mittendrin: Oliver Habura. Der Flügelspieler, der keinen guten Tag erwischt hatte, hatte sich schon in den ersten 20 Minuten ein Technisches Foul wegen Meckerns eingehandelt. Auch jetzt nach der Foul-Entscheidung wetterte Habura und handelte sich dafür ein weitere progressive Strafe ein. Der Duisburger im BG-Trikot aber gab kein Ruhe, missbrauchte den Basketball als Fußball und diskutierte auf dem Weg zur Bank auch noch mit dem zweiten Schiedsrichter. Die Folge: acht Freiwürfe in Folge und Ballbesitz für den Willicher TV. Die Ausbeute: acht Punkte. Dem aber nicht genug. Die Solinger waren derart konsterniert, dass sie nach ihrem Einwurf noch nicht einmal über die Mittellinie kamen und den Ball gleich wieder hergaben. Ein weiterer Drei-Punkte-Wurf besiegelte die Niederlage, die ohne Auswirkungen bleibt. Da der TuS Hilden wie erwartet bei den Telekom Baskets Bonn II verlor, kann die BG Solingen trotz des 79:98 nicht mehr auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

"Wir schienen gerade unsere Probleme unter den Körben in den Griff bekommen zu haben", haderte BG-Coach Manfred Heck. Ohne den erkrankten 2,11 Meter-Mann Philip Freeman besaßen die Solinger gegen die lange WTV-Garde kaum eine Reboundchance. "Wenn wir nicht getroffen haben, war der Ball weg. Wenn die nicht getroffen haben, haben sie mehrere Nachwürfe gehabt." So hatten sich die Gastgeber im zweiten Drittel von 27:25 bis zur Pause auf 52:28 entscheidend abgesetzt.

Quelle: RP
 
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