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Baseball
Alligators kommen in Amsterdam nicht in Schwung

Solingen. Der Deutsche Baseball-Meister verliert zweimal mit 0:8. Trainer Eberhardt ärgert die Leistung am Schlag. Von Thomas Rademacher

Dass die Solingen Alligators in ihren beiden Partien beim niederländischen Vizemeister Amsterdam Pirates kaum eine Chance haben würden, war bereits im Vorfeld klar gewesen. Die Baseball-Liga der Niederlande ist schließlich die stärkste Europas. Wichtig war für Trainer Norman Eberhardt, dass seine immer noch dezimierte Mannschaft ihr Gesicht wahren konnte, da gerade der Werfer-Pool noch einige Lücken aufwies. "Diesbezüglich haben wir uns nicht blamiert", zog der Coach ein positives Fazit trotz zweier 0:8-Pleiten. "Mit unserer Leistung am Schlag bin ich allerdings überhaupt nicht einverstanden."

André Hughes war der einzige Etat-Pitcher, der mit nach Amsterdam gefahren war. Enorbel Marquez Ramirez pausierte noch mit einer Verletzung, Chris Mezger stößt erst unter der Woche aus den USA zum Team. Hughes zeigte bereits eine gute Frühform. Fünf Durchgänge hielt er die starken Pirates bei null Punkten. Erst in den letzten vier Innings punkteten die Gastgeber acht Mal gegen Bastian Bernards beziehungsweise Patrick Klinkenberg auf dem Wurfhügel. "Es war klar, dass das Niveau etwas nachlässt. Damit kann ich gut leben", resümierte Norman Eberhardt.

Weniger gut fand er die Leistungen am Schlag. In beiden Partien gingen die Solinger 26 Mal per Strike-out auf die Bank. Das bedeutet, dass die Truppe fast bei der Hälfte ihrer Versuche den Ball überhaupt nicht ins Spiel gebracht hatte. "Einigen fehlt völlig der Plan, wenn sie an den Schlag gehen", stellte der Coach klar. "Es sind seit Jahren die gleichen Kleinigkeiten, die ich ansprechen muss."

Damit meinte Eberhardt vor allem die taktische Herangehensweise. Bei zwei Strikes zum Beispiel versuchten viele noch, hart zu schwingen, anstatt die Kugel einfach ins Spiel zu bringen. Nur wenige Alligators zeigten gute Schwünge gegen die extrem starken Niederländer. Nils Hartkopf, Dominik Wulf und Daniel Sanchez landeten Treffer - zu einem Punkt reichte es nicht.

Im zweiten Duell teilten sich Hartkopf, Luka Wolf und Wulf die Durchgänge auf dem Wurfhügel. Auch sie kassierten insgesamt acht Gegenpunkte. "Mit unserem Pitching bin ich einverstanden, und ich weiß, dass das Selbstvertrauen mit Mezger und Marquez Ramirez weiter steigen wird", analysierte Eberhardt, der von der Gastfreundschaft der Pirates besonders angetan war. "Von einem so starken Gegner können wir nur lernen." Das wird am kommenden Wochenende nicht anders sein, wenn die Solinger bei Meister Neptunus Rotterdam antreten. Mit Ausnahme von Tanner Leighton soll dann der komplette Alligators Kader zur Verfügung stehen.

Quelle: RP
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