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Alligators sehen Ough als richtigen Trainer zur richtigen Zeit

Baseball: Alligators sehen Ough als richtigen Trainer zur richtigen Zeit
Nachfolger hört Vorgänger zu: Wayne Ough (li.) beerbt Ron Frazier als Trainer der Alligators. FOTO: TEPH (Archiv)
Solingen. Nach einer Saison ist das Trainerdasein für Ron Frazier bei den Solingen Alligators wieder beendet. Der Baseball-Bundesligist sicherte sich als Nachfolger die Dienste von Wayne Ough, der ein unbefristetes Arbeitsverhältnis erhält. Die Lösung, den 37-Jährigen, vom Spieler zum Trainer zu befördern, hat sich in den vergangenen Wochen angedeutet. Von Thomas Rademacher

Ough hat seine Führungsqualitäten bereits auf dem Feld unter Beweis gestellt, und die Mannschaft soll zuletzt nicht glücklich mit Frazier gewesen sein. Diese Entwicklungen sind auch vor Christian Fried nicht verborgen geblieben. "Der Hauptgrund war sicherlich mangelnde Kommunikation. Deshalb hat es nicht geklappt", meint der Alligators-Vorsitzende. Als der Verein Ough, der bereits 2014 hier gespielt hatte, im Sommer zurück in die Klingenstadt holte, liebäugelte aber noch niemand damit, dass er Frazier als Coach ablösen solle. "Es war unser Ziel, Waynes Erfahrung auf dem Platz für uns zu nutzen. Die Option, dass er länger für uns tätig bleiben würde, bestand aber schon zu diesem Zeitpunkt", sagt Fried. Der Australier war auf der Suche nach einer langfristigen Tätigkeit. "Das wollen wir auch. Es ist nicht in unserem Interesse, den Trainer jährlich auszutauschen. Das war es auch bei Ron Frazier nicht, aber manchmal passt es eben nicht."

Fried ist sich indes sicher, dass es bei Wayne Ough passt. "Er hat sowohl dieses Jahr als auch 2014 gezeigt, dass er ein gutes Bindeglied zwischen Jung und Alt ist. Zudem hat er in Australien bereits Erfahrung in der Förderung von Talenten gesammelt. Über Fachliches müssen wir gar nicht reden. Aus meiner Sicht ist er der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt." Bereits kurz nach Oughs Wechsel zu den Alligators, steigerte sich die Mannschaft und gewann nach einer längeren Flaute wieder umkämpfte Spiele. "Das lag aber nicht ausschließlich an ihm", betont der Vorsitzende. "Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, die sich alleine aus dem Schlamassel gezogen hat. Wayne war dabei nur ein Baustein." Die Saison endete dennoch im Viertelfinale. "Nach vielen erfolgreichen Jahren waren wir natürlich darüber enttäuscht", sagt Fried. "Aber wir wussten schon zu Jahresbeginn, dass es einen Umbruch geben würde, schließlich haben wir uns bei unserem Ausländer-Kontingent beschränkt."

Dennoch ist der Vorsitzende stolz auf die gezeigte Leistung, auch wenn es nicht zum Einzug ins Halbfinale gereicht hat. Ough soll das Team in der kommenden Spielzeit nicht zwingend zurück zum deutschen Spitzenlevel führen. "Es gilt, unsere besten Juniorenspieler auf Bundesliga-Level zu bringen. Ein konkretes Ziel können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeben." Gemeinsam mit Ough werde der Verein in den kommenden Wochen und Monaten den Kader zusammenstellen.

In drei oder vier Jahren will der Klub wieder ein Team haben, das um die Meisterschaft mitspielen kann. Wie die Liga dann aber aussieht, ist derzeit noch völlig offen. So deutet sich innerhalb der Baseball-Szene an, dass die geplante Liga-Reform zur neuen Saison etwas aufgeweicht werden könnte. Ob tatsächlich streng auf drei Importspieler reglementiert und auch während der regulären Saison gegen alle Mannschaften der Bundesliga-Süd gespielt wird, entscheidet sich wohl erst im Oktober oder November.

Quelle: RP
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