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Aufderhöhe behält im Derby knapp die Oberhand

Lokalsport: Aufderhöhe behält im Derby knapp die Oberhand
Proppevoll war es im "Bunker": Der TSV Aufderhöhe bejubelt den 22:21-Heimsieg über den Stadtrivalen BHC II. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Oberliga-Aufsteiger schlägt den BHC II im heimischen "Bunker" mit 22:21. Nur einmal wird es im Ortskampf brenzlig. Von Lars Hepp

Die Nummer eins der Amateur-Handballer in der Stadt ist der TSV Aufderhöhe. Der Oberliga-Aufsteiger setzte sich im Ortsduell mit dem Bergischen HC II nach zähem Ringen mit 22:21 (12:9) durch und sammelte die Punkte vier und fünf. "So muss ein Derby doch laufen, das Spiel war von der ersten bis zur letzten Minute äußerst spannend", meinte Kreisläufer Robert Heinrichs, der den Schiedsrichtern Lettermann/Monschau ein gutes Zeugnis ausstellte. Letztlich habe seine Mannschaft den Sieg einfach mehr gewollt. BHC-Trainer Patrick Luig sah den Knackpunkt in den letzten drei Minuten: "Da haben wir mehrfach die Möglichkeit auf den Ausgleich. Doch meine jungen Spieler haben in dieser Phase die Nerven verloren und nicht mehr klar und strukturiert agiert."

Nach der 12:9-Pausenführung blieben die Hausherren bis zum Schluss in Front. Beim 20:19 und 21:20 war der Ausgleich möglich, doch Christopher Hindrichs erlaubte sich in Überzahl einen Fehlwurf und einen technischen Fehler, ganz zum Schluss unterlief dem A-Jugendlichen Timo Worm ein Ballverlust auf dem linken Flügel. "Meine Mannschaft wird aus diesen Situationen eine ganze Menge lernen. Ich bin mir sicher, dass wir so ein Spiel gegen den TSV nicht noch einmal verlieren würden", meinte Luig. Andreas Liebsch war es, der rund 40 Sekunden vor dem Abpfiff den Treffer zum 22:20 erzielte. Gegen eine geöffnete BHC-Deckung spielte Bastian Plaskocinski den Ball fein in den Raum, Liebsch schnappte sich das runde Leder und versenkte unter dem Jubel der vielen Aufderhöher Fans. Hindrichs gelang nur noch die Ergebniskosmetik.

Spielerische Höhepunkte waren selten. Die Gäste starteten mit einem sehenswerten Kempa-Trick von Rechtsaußen Jan Blum auf Rückraumspieler Felix Korbmacher. Nach einem 2:4 aus TSV-Sicht übernahm das Team von Trainer Max Ramota die Kontrolle, besonders Kris Zulauf war kaum zu bremsen. Der im Sommer aus Hagen gekommene Rückraumspieler erzielte vier der ersten sieben Aufderhöher Tore, der Aufsteiger setzte sich danach weiter ab. Eine Minute vor der Pause schaffte es Frank Berblinger sogar, den Ball vom eigenen Sechs-Meter-Raum ins leere BHC-Tor zu befördern. Zu diesem Zeitpunkt saß Lennard Austrup eine Zeitstrafe ab, und Torhüter Tobias Joest hatte seinen Posten für einen zusätzlichen Feldspieler geräumt. "Das war sicherlich eine ganz wichtige Phase für uns. Da haben wir uns zu Recht absetzen können", meinte Heinrichs.

Von dem Vorsprung zehrten die Aufderhöher bis zum Ende. Kurz nach dem Seitenwechsel kam einmal richtig Wirbel auf, als Ole Völker vom BHC II und TSV-Torhüter Robin Wiebusch aneinandergerieten. Wiebusch wollte einen Freiwurf ausführen und Völker behinderte ihn, ganz kurz gab es eine Rudelbildung, die aber schnell wieder aufgelöst wurde. Die Unparteiischen lösten auch diese Situation souverän, beorderten beide Streithähne für zwei Minuten auf die Bank.

Nach der Schlusssirene feierten die Aufderhöher den extrem wichtigen Erfolg. "Damit stehen wir doch nach einem ordentlichen Saisonstart recht gut da. Dadurch können wir in die kommenden Aufgaben wesentlich entspannter gehen", betonte Heinrichs, der sich nach mehr als 40 Minuten eigener Spielzeit erst einmal ein paar freie Tage zwecks Regeneration verdient hatte.

Quelle: RP
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