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Handball
Aufderhöhe muss mit einem Remis leben

Handball: Aufderhöhe muss mit einem Remis leben
Routinier Robert Heinrichs (am Ball) traf im Kellerduell der Handball-Oberliga vier Mal für den TSV Aufderhöhe gegen Unitas Haan. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Der Aufsteiger in die Handball-Oberliga spielt gegen das Schlusslicht Haan 23:23. Die BHC-Reserve verliert klar gegen die SG Langenfeld. Von Georg Amend und Lars Hepp

TSV Aufderhöhe - DJK Unitas Haan 23:23 (7:13). Das Nachbarschaftsduell mit dem direkten Konkurrenten und derzeitigen Tabellenletzten sollte für die Oberliga-Handballer des TSV Aufderhöhe eigentlich zu einer Trendwende werden: Mit zwei weiteren Pluspunkten wollte der Aufsteiger den Rückstand zum Mittelfeld weiter verkürzen. Die von Max Ramota trainierte Mannschaft kam allerdings nicht über ein 23:23-Unentschieden hinaus. "Wir lagen über weite Strecken recht deutlich im Rückstand. Von daher können wir letztlich mit der Punkteteilung zufrieden sein", betonte der frühere Bundesliga-Spieler.

Bis zum 4:4 verlief die Auseinandersetzung komplett ausgeglichen. Nach einer Viertelstunde übernahmen die Gäste mehr und mehr die Initiative, setzten sich bis zum Seitenwechsel auf 7:13 ab. "Wir haben im Angriff keine Lösungen gegen deren robuste Abwehr gefunden", sagte Ramota, der in der Halbzeitpause in die berühmte Trickkiste griff: Rechtsaußen Frank Berblinger wurde zum Spielmacher befördert, Jan-Peter Reineke gab der Mannschaft auf der rechten Außenbahn nicht nur aufgrund seiner beiden Tore einen Schub. Immer wieder riss der Flügelspieler die Nebenleute mit, brachte positive Emotionen in die Begegnung. "Das hat uns enorm geholfen", fand Ramota. Berblinger war auf der Mitte überhaupt nicht aus der Ruhe zu bringen, setzte neben Akzenten durch eigene Tore vor allem Kreisläufer Robert Heinrichs gekonnt in Szene. Beim 17:17 eine Viertelstunde vor dem Ende waren die Hausherren wieder gleichauf, und die Grundlage für eine spannende Schlussphase war gelegt. Kurz nach dem Abpfiff gelang Rückraumshooter Tim Zulauf noch der Siegtreffer, doch die Schiedsrichter verwehrten dem Tor berechtigterweise die Gültigkeit. Nächste Woche steht nun die letzte Begegnung in diesem Jahr an, dann sind die Aufderhöher zu Gast beim anderen Aufsteiger in Homberg.

Bergischer HC II - SG Langenfeld 28:34 (10:18). Nur bis zum 4:5 hielt die BHC-Reserve mit, doch dann kamen die favorisierten Gäste ins Rollen: Sie setzten sich auf 9:4 ab und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause kontinuierlich aus. Direkt nach dem Seitenwechsel kassierten die Hausherren dann noch zwei schnelle Tore, so dass der erste Zehn-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel stand. Erst zum Ende hin gestaltete die BHC-Reserve das Ergebnis freundlicher, insgesamt war sie aufgrund vieler eigener Fehler aber chancenlos.

Trainer Patrick Luig bemängelte: "Das war in der ersten Hälfte leidenschaftslos, eine ganz schlechte Defense. Egal welche Deckung man spielt - man muss die Zweikämpfe gewinnen." Und das fiel den Hausherren vor allem gegen SGL-Mittelmann André Eich schwer, der immer wieder Lücken riss und seine Nebenleute in Szene setzte. Nach vorne unterliefen wiederum dem BHC II zu viele Fehler. "Da werfen wir vier, fünf Bälle weg", meinte Luig kopfschüttelnd. Etwa bei einer Überzahl in Hälfte zwei, in der nach Ballgewinnen erst Christopher Hindrichs und danach Sam Lindemann beim Passversuch auf die Außen die Kugel verloren. "Die ersten 40 Minuten waren das Schwächste, was wir bislang abgeliefert haben", fand Luig. "Der Sieg für Langenfeld ist auch in der Höhe verdient. Das ist eine gute Truppe, und bei denen passte alles. Bei uns war es so: Hast du Scheiße an der Hand, hast du Scheiße an der Hand."

Quelle: RP
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