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Lokalsport
Aufderhöhe und Aldekerk langen zu

Solingen. Die beiden Handball-Oberligisten schenken sich nichts, der Aufsteiger verliert aber. Der BHC II holt einen Punkt. Von Lars Hepp

VfB Homberg - Bergischer HC II 22:22 (10:10). Einen nicht unbedingt eingeplanten Punktgewinn feierten die Oberliga-Handballer des Bergischen HC II. Die von Patrick Luig trainierte Mannschaft erkämpfte sich beim starken Aufsteiger in Duisburg-Homberg ein respektables Unentschieden und klettert damit auf den achten Tabellenplatz. "Nach dem Spielverlauf hätte es sogar auch ein Sieg sein können. Wir hatten leider immer wieder mit Zeitstrafen zu kämpfen", berichtete der A-Lizenz-Inhaber.

Im ersten Spielabschnitt erwischten die Solinger den besseren Start, setzten sich über 5:3 bis auf 7:5 (18. Minute) ab. In dieser Phase kassierten die Gäste allerdings gleich drei Zeitstrafen, die die Homberger mit drei Gegentoren bestraften. "Das hat der Gegner dann auch sehr routiniert und abgezockt gemacht", verwies Luig auf die höherklassig erfahrenen Spieler wie Mirko Szymanowicz und Tobias Bochwitz.

Aber auch von dem Führungswechsel ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen, die Mannschaft kämpfte weiter. Nach dem 13:15-Rückstand erzielten die BHC-II-Akteure fünf Tore nacheinander, beim 20:17 (52.) sollte wieder eine doppelte Unterzahlsituation für eine Wende sorgen: Der mit acht Toren überragende Szymanowicz ergriff die Initiative und erzielte wichtige Treffer für die Hausherren.

In der komplett ausgeglichenen Schlussphase waren die Solinger dem Sieg wesentlich näher, im finalen Angriff wurde dem Außenseiter zu dessen leidwesen ein sehenswerter Kempa-Trick abgepfiffen. "Dennoch können wir mit diesem Auftritt zufrieden sein. Es war wieder ein deutlicher Schritt nach vorne für uns", meinte Übungsleiter Luig, der nun ein wenig entspannter ins kommende Wochenende gehen kann, wenn es zu Hause gegen den Meisterschaftskandidaten Borussia Mönchengladbach gehen wird.

TSV Aufderhöhe - TV Aldekerk 23:26 (9:11). Dem amtierenden Niederrheinmeister lieferten die Aufderhöher Handballer einen tollen Kampf, am Ende musste sich der Oberliga-Aufsteiger nur aufgrund einiger Kleinigkeiten geschlagen geben. "Wir haben leider kein Mal mehr im zweiten Spielabschnitt ausgleichen können. Jedes Mal, wenn wir dran waren, haben wir uns das Leben mit eigenen Fehlern wieder selber schwer gemacht", sagte Trainer Max Ramota bedauernd.

Von der ersten Minute an ging es so richtig zur Sache, beide Mannschaften schenkten sich rein gar nichts. Kris Zulauf sah bereits nach zwölf Minuten eine Rote Karte für ein grobes Foulspiel, was allerdings eindeutig von seinem Mitspieler Matthias Späth ausgegangen war.

Die Gäste steckten aber nicht zurück, fünf Minuten vor der Pause sah Can Grewen für eine Tätlichkeit an Marco Meyerjürgens ebenfalls die Rote Karte, diesmal sogar mit Bericht. Das gleiche Schicksal ereilte dann Späth Mitte der zweiten Halbzeit (42.), nächstes Wochenende in Rheinhausen wird der Abwehrspezialist nur zuschauen dürfen. "Die Roten Karten gehen schon in Ordnung, beide Teams haben so richtig zugelangt", so Ramota weiter, der dennoch mit dem Auftritt seiner Truppe durchaus zufrieden war. Man habe klar gesehen, dass man im heimischen Börkhaus-Siebels jeden Gegner in der neuen Spielklasse ernsthaft gefährden könne.

Jetzt richtet sich die gesamte Konzentration auf das nächste Spiel gegen Rheinhausen, wenn die Aufderhöher im so wichtigen Duell gefordert sein werden. "Und da wollen wir wieder jubeln und vor allem den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren", betonte Ramota.

Quelle: RP
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