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Handball
Ausgeruht ins Topspiel

Richtungsweisend ist das heutige Meisterschaftsspiel des Bergischen HC gegen den Tabellenzweiten TV Bittenfeld in der wohl ausverkauften Porsche-Arena in zweierlei Hinsicht. Das Ergebnis bestimmt den weiteren Saisonverlauf und die Personalplanungen für die kommende Spielzeit. Von Guido Radtke

Einen Hauch von Erstliga-Alltag dürfen sie am heutigen Freitag spüren. Die brisante Ausgangsposition im Topspiel der Zweiten Liga – den Bergischen HC und den TV Bittenfeld trennen im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation nur einen Punkt – beschert der Mannschaft um Kapitän Sebastian Hinze eine Kulisse wie in einer der großen Hallen des Handball-Oberhauses. 6000 Zuschauer erwartet der Stuttgarter Vorstadt-Klub aus dem Waiblinger Ortsteil in der vermutlich ausverkauften Porsche-Arena.

"Auch wenn wir vorige Saison in der Gemeindehalle erfolgreich waren, bin ich froh, dass uns das in dieser Situation erspart bleibt", sagt Sebastian Hinze. "Das wäre vor einem frenetischen Publikum in der kleinen engen Halle vermutlich ein hitziges Kampfspiel geworden." Davon haben Hinze und Co. nach der Begegnung der Vorwoche gegen TuSEM Essen (24:22) erst einmal genug. "Daher ist es schon schön, dass wir wieder in der Porsche-Arena antreten dürfen." Der Kreisläufer hat ein gutes Gefühl. Wenn da nur nicht die 35:43-Niederlage im Hinspiel gewesen wäre. "Dieser Auftritt nagt doch sehr an dem guten Gefühl."

Nichts wird bei den Bergischen unversucht gelassen, damit heute Abend womöglich der Platz mit dem bisherigen Tabellenzweiten getauscht werden kann. Bereits um 10 Uhr startet der Löwen-Tross gen Süddeutschland, um dem Risiko des hohen Verkaufsaufkommens aus dem Weg zu gehen. Ein Zwischenstopp in Kornwestheim ist eingeplant, wo sich die Mannschaft in einem Tageshotel ausruhen und auf die Partie vorbereiten soll. Diese Erstliga-Praktik ist selbst für Sebastian Hinze etwas ganz Neues: "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir das in Solingen schon einmal gemacht haben." Bei weiten Fahrten und frühen Anwurfzeiten war sogleich häufig eine Übernachtung inklusive.

Klare Tendenz in der Trainerfrage

Diese Maßnahme deutet auf die Bedeutung des Spitzenspiels hin. "Bittenfeld ist nach der Phase des Wiederbeginns richtungsweisend – für den weiteren Saisonverlauf und für die Personalplanungen", sagt BHC-Manager Stefan Adam. Egal wie das Ergebnis lauten werde, sollen in der kommenden Woche mit Personalgesprächen begonnen werden. "Alles erstes gilt es, die Trainerfrage zu klären." Adam macht kein Geheimnis daraus, dass es von Vereinsseite die klare Tendenz gebe, die Mannschaft in der kommenden Saison etwas anders aussehen zu lassen und die Zusammenarbeit mit Ha De Schmitz und Chrischa Hannawald fortzuführen. Schmitz hält sich noch zurück und hatte sich mehrfach öffentlich geäußert, sich erst nach dem Auswärtsspiel in Friesenheim (28. März) über seine Zukunft beim Bergischen HC äußern zu wollen.

Quelle: RP
 
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