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Aushängeschilder des STC starten in die Saison

Lokalsport: Aushängeschilder des STC starten in die Saison
Der Einsatz von Till Wegner für den Solinger TC ist zum Start in die neue Saison der Niederrheinliga klar - wer außer ihm dabei ist, noch nicht. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Die Herren empfangen Neuss, die Damen fahren nach Odenkirchen. Die einen wollen den Klassenerhalt, die anderen sogar aufsteigen. Von Georg Amend

Solinger TC - TC BW Neuss (heute, 16 Uhr, WIddert). Es geht wieder los in der Winterhallenrunde der Tennis-Niederrheinliga - doch so recht freuen kann sich Karsten Saniter darüber nicht. "Es ist schwierig", sagt der Trainer des Solinger TC, und es klingt wenig Begeisterung in seiner Stimme mit. "Wir haben ein paar Verletzungsprobleme und spielen direkt gegen eine der stärksten Mannschaften der Liga." Ob die personellen Probleme denn nicht gerade dann besser sind als gegen eher schlagbare Gegner? Saniter lacht. "Wenn man etwas Gutes daraus lesen will, dann ja. Dann ist es besser, wir haben gegen ein paar andere Mannschaften das Team komplett. Wenn man schon Probleme haben muss, dann besser jetzt."

Bislang ist von seiner Stammformation lediglich Till Wegner sicher im Einsatz. "Gero Kretschmer ist in Frankreich, Marko Tesanovic studienbedingt im Ausland, Nico Mertens noch auf dem College", zählt Saniter die definitiven Ausfälle auf. "Ob Karlson Wegner nach seiner Hüft-OP spielen kann, müssen wir sehen. Dann wollten wir Malte Kippenhahn aus der zweiten Mannschaft mitnehmen, und eigentlich auch Philip Rottschäfer. Der hat aber zuletzt bei der Zweiten verletzt aufgeben müssen. Wir müssen schauen, wer spielt."

Wie auch immer die Aufstellung zum Start aussieht, Saniter ist sicher: "Es wird ohnehin eine sehr, sehr harte Saison. Wir werden die ganze Zeit Ausfälle haben, das wussten wir auch vorher. Wir haben uns daher eh in der unteren Hälfte anzusiedeln. Wenn die anderen Mannschaften komplett antreten, haben wir wahrscheinlich meistens nicht so die Chance. Gegen Neuss sind wir in jedem Fall ganz deutlich Außenseiter." Wer ansonsten zu den Favoriten in der Spielklasse zählt, mag Saniter nicht genau einschätzen: "Man muss im Laufe der Saison sehen, wie sie auflaufen. Schlagbar sind für uns vielleicht Gladbach oder Osterath - wobei: Die waren auch immer ziemlich gut. Bredeney ist ein aufstrebender Verein, die werden auch gut sein. Die werden alle stark sein. Wir müssen schon einigermaßen komplett spielen, um irgendwo eine Chance zu haben." Damit ist klar: "Für uns geht es um nichts außer den Klassenerhalt", betont Saniter, der auf einen Top-Spieler in der nächsten Woche hofft: "Eventuell spielt Gero nächste Woche. Er muss zwar auch mal Urlaub machen, aber er hat noch nicht gebucht. Ansonsten haben wir ab Januar drei Spiele, und dann müssen wir da geballt die Punkte holen."

Odenkirchener TC - Solinger TC (Frauen, heute, 14 Uhr). Katharina Jacob ist sich sicher: "Die sind schwächer als wir aufgestellt, wir sind leicht favorisiert", sagt die spielende Sportliche Leiterin des STC, der immerhin Aufsteiger in die 2. Verbandsliga ist. "Ich will keinen Druck ausüben, aber zum Start sind wir Favorit, und als Aufsteiger müssen wir punkten, am besten direkt am Anfang." Marcella Koek, Jacob, Denise Hartmann und Annika Bruchhaus sollen heute die ersten Zähler einfahren.

Allerdings befindet Jacob: "Die Liga ist unglaublich stark, eher wie eine erste Verbandsliga, jetzt bleiben bestimmt welche auf der Strecke." Ihre Einschätzung gründet sich darauf: "Ich habe vor zwei Jahren mit dem TC Rheinstadion auch zweite Verbandsliga gespielt, damals war das eine Gähn-Veranstaltung. Das ist diesmal anders. Rheinstadion II, RW Dinslaken, die im Sommer erste Verbandsliga spielen, Bredeney III - es wird sich zeigen, wer da alles spielt. Es sind 17, 18 LK-I-Spielerinnen gemeldet - als ich mit Rheinstadion da gespielt habe, war es keine einzige." Zwei Absteiger wird es geben, nach Jacobs Wunsch wird der STC nicht dazugehören: "Das sollte machbar sein.

Dass die Liga diesmal sehr stark ist, hindert Jacob aber nicht an der Ansage: "Wir schielen aufs obere Drittel mit dem Ziel, Platz eins zu holen. Es wäre schon schön, aufzusteigen, und im Sommer und Winter in derselben Klasse zu spielen. Das wäre ein Ausrufezeichen."

Quelle: RP
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