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Lokalsport
Bergisch Land bleibt ohne sportlichen Sieg

Solingen. Das Solinger Eishockeyteam verliert in Köln 5:6 und gegen die Eisadler Dortmund klar mit 1:6. Von Thomas Rademacher

Drei Punkte hat der EC Bergisch Land in der 1. Liga West auf seinem Konto. Die hatte die Mannschaft am Grünen Tisch erhalten, weil beim TuS Wiehl ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt worden war. Bei der Reserve des Kölner EC wollte die Solinger Eishockeymannschaft endlich auch den ersten sportlichen Sieg einfahren. Das Vorhaben misslang gestern Abend. Bereits am Freitag hatte es eine klare 1:6-Heimschlappe gegen die Eisadler Dortmund gesetzt.

Kölner EC - EC Bergisch Land 6:5 (0:1, 4:2, 2:2). Die Zweitvertretung des Kölner EC, in der vornehmlich junge Akteure zum Einsatz kommen, hatte ebenfalls noch auf ihren ersten Sieg in der regulären Spielzeit gewartet. Entsprechend verbissen ging es im Duell gegen den EC Bergisch Land zur Sache. "Ich glaube, ich habe mich noch nie so verschaukelt von den Schiedsrichtern gefühlt", haderte ECBL-Trainer Jörg Mülstroh. "Ständig wurde gepfiffen, obwohl wir faire Checks gefahren haben. Und die Kölner sind auffällig oft gefallen."

Eine Flut von Strafzeiten auf beiden Seiten war die Folge. Es gab so viele Hinausstellungen, dass ein Spielberichtsbogen nicht ausreichte und ein zweiter angefertigt werden musste. Am Ende zählte die Begegnung 177 Strafminuten. Steffen Wintgen flog mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis und ist damit in der kommenden Partie gesperrt. "Es war ein fairer Check", meinte Mülstroh. Wenn das Duell lief, waren die Solinger mindestens auf Augenhöhe mit den Hausherren. Alexander Bill brachte den ECBL sogar 2:0 in Front. Doch während die Domstädter sechs Mal trafen, versenkte für die Solinger nur noch Felix Wolter. Die beiden Tore von Tim Neuber und Philipp Slesinski im Schlussdrittel kamen schlicht zu spät.

EC Bergisch Land - Eisadler Dortmund 1:6 (1:1, 0:2, 0:3). Gegen den Tabellenzweiten kam der ECBL gut ins Spiel. Robin Arnold traf zur überraschenden Führung in der siebten Minute. In der Folge waren die Eisadler Dortmund zwar die bessere Mannschaft, bissen sich vor dem Solinger Tor allerdings die Zähne aus. Erst kurz vor der ersten Pause trafen die Gäste zum Ausgleich.

Dass die Bergischen keine echte Siegchance haben würden, zeichnete sich im zweiten Durchgang früh ab. Zwar blieb die Mannschaft lange von einem weiteren Gegentor verschont, flatterte in der Verteidigung phasenweise aber gewaltig. In der 30. Minute brachen die Dortmunder den Bann, nachdem die Hausherren die Scheibe einmal mehr in den eigenen Reihen vertändelt hatten. Das dritte Tor der Eisadler sorgte wenig später für die Vorentscheidung, so dass im Schlussdrittel der Solinger Widerstand gebrochen war. "Ein engeres Ergebnis wäre mit etwas Glück drin gewesen, aber wir wurden leider zu oft ausgekontert und haben Fehler gemacht, die gegen Dortmund bestraft wurden", analysierte Mülstroh.

Quelle: RP
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