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Bergischer Hc
Babák gibt mit dem BHC sein Bundesliga-Debüt

Solingen. Der tschechische Mittelmann trifft am Sonntag (15 Uhr) in Leipzig unter anderem auf seinen Nationalmannschaftskollegen Roman Becvár. Von Georg Amend

Bei seiner Vorstellung hatte Tomás Babák bereit betont: "Jeder Spieler will in die Bundesliga. Ich bin froh, dass ich es dieses Jahr probieren darf." Am Sonntag ist es so weit, wenn um 15 Uhr das Handballspiel beim SC DHfK Leipzig startet, kommt der Mittelmann mit dem Bergischen HC zu seinem Debüt. Ein solches hat auch Kreisläufer Uros Vilovski vor der Brust.

BHC-Trainer Sebastian Hinze verweist auf die Verletzung seines Halblinken Fabian Gutbrod (Innenbandriss), wenn er über Babáks Premierenspiel redet: "Durch die Verletzung von Fabian wird er eine große Rolle bekommen. So wie alle drei Rechtshänder im Rückraum." Gemeint sind neben dem Tschechen noch Alexander Hermann und Alexander Oelze. Über den 22-jährigen Babák ergänzt Hinze: "Man darf bei allem nicht vergessen, dass er ein junger Bursche ist, der aus der Schweizer Liga kommt. Wir werden viel Freude an ihm haben, das ist sicher. Er hat schon viel aufblitzen lassen, aber er wird die Bundesliga sicherlich auch kennenlernen in den nächsten Spielen. Aber ich bin mir sicher, dass er gut damit umgehen und einen großen Schritt nach den ersten Spielen machen wird."

In Leipzig trifft Babák auf einen Konkurrenten in der tschechischen Nationalmannschaft: Roman Becvár steuert gemeinsam mit Niclas Pieczkowski das Angriffsspiel des SC aus der Mitte heraus. "Leipzig hat einen tschechischen und einen deutschen Nationalspieler dazugeholt. Das ist schon Qualität, die sie da haben", urteilt Hinze, der zudem die weiteren Neuverpflichtungen Tobias Rivesjö im linken und Andreas Rojewski im rechten Rückraum lobt: Ersterer sei in Abwehr und Angriff gleich gut, letzterer spiele bereits eine sehr große Rolle und wirke topfit.

Im Vergleich zur vergangenen Saison, in der beide Spiele knapp zugunsten der Leipziger ausgingen, merkt Hinze an: "Das Personal hat sich natürlich verändert, sie sind individuell stärker geworden. Aber ich glaube, die Spielweise und Emotionalität, die uns da erwartet, wird ähnlich sein. Wir können viel von dem Hinspiel mitnehmen, wo wir es geschafft haben, unser Spiel durchzudrücken. Und auch, warum wir es die letzten zehn, zwölf Minuten dann nicht geschafft haben, werden wir ansprechen." Als Gefahr für sein Team hat Hinze vor allem das Leipziger Tempospiel im Auge.

Generell ist der Trainer aber guter Dinge: "Was am Wochenende auf uns wartet, geht in Richtung Freude, Aufregung, Spannung. Das ist eine hohe Hürde, eine große Aufgabe, aber die haben wir jede Woche in der Bundesliga. Wir freuen uns darauf. Ich habe 14 Mann. Alle heiß." Neben Gutbrod, mit dem Hinze erst wieder Mitte, Ende Oktober rechnet, fehlt auch Maciej Majdzinski mit seinem Kreuzbandriss lange. Um in der Liga zu bestehen fordert der BHC-Coach: "Wir müssen viel über das Team leisten. Glücklicherweise waren wir fast in der ganzen Vorbereitung auf jeder Position doppelt besetzt und konnten uns so selber fordern. Letztes Jahr konnten wir das nicht. Da mussten wir uns viel über die Spiele holen." Das ist nun anders: "Jeder hat bestätigt, dass er da ist, wenn wir ihn brauchen", sagt Hinze. "Es findet ein gesunder Konkurrenzkampf bei uns statt. Es braucht sich keiner Sorgen zu machen, dass er nicht spielt."

Quelle: RP
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